Monate: April 2015

Zeitungen
Pluriformity - von Jeroen Bosman - CC BY-NC-SA 2.0

„Lügenpresse“ – ein uralter Kampfbegriff

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Lügenpresse – so lautet das Unwort des Jahres 2014. PEGIDA-Anhänger*innen rufen den Begriff beispielsweise auf ihren Demonstrationen. Sie werfen den etablierten Medien vor, ihre Ansichten verdreht darzustellen oder gar zu manipulieren (vgl. Kontaktversuch: Lügenpresse trifft Pegida). In Verschwörungstheoretiker*innen-Kreisen wird schon länger der Verdacht gehegt, dass die „Lügenpresse“ ein „geistiges Umerziehungslager“, ein „gleichgeschalteter Medienapparat“ und ein Unterdrücker und Ausgrenzer unerwünschter Meinungen – getreu der Methoden im Nationalsozialismus – sei (vgl. Der Hass der Bescheidwisser). So zumindest ist es in facebook-Kommentaren oder in Internetforen nach zu lesen.

Eichmann in Jerusalem – Sozialpsychologische Perspektiven auf das Böse

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1961 wurde in Jerusalem der Prozess des Staates Israel gegen Adolf Eichmann eröffnet. Er war angeklagt, weil er maßgeblich die Deportation und Ermordung von 6 Millionen Jüdinnen und Juden und anderen Menschen organisierte. Als 1961 der Prozess eröffnet wurde durfte Hannah Arendt den Prozess für die amerikanische Zeitschrift The New Yorker als Berichterstatterin verfolgen. Ihr Prozessbericht bestand aus fünf Artikeln, die später auch als Buch herausgebracht wurden. Ihre Artikel wurden harsch kritisiert , unter anderem, weil sie davon ausging, dass Eichmann ein „höchst mediokrer Mensch“ war und keineswegs das personalisierte Böse, das Monster als das er in vielen Medien und Mündern beschrieben wurde. Ihre Charakterisierung warf die Frage nach dem Wesen Eichmanns anders auf, als sie bisher gesehen worden war und damit auch fundamental der Anklage der Staatsanwaltschaft widersprach. Das Bild das sie zeichnete, zeugte keineswegs von dem dämonisch, niederträchtig und sadistisch handelndem Monster, als das er von vielen Seiten gesehen wurde. Sie fand in seinen Aussagen keine Hinweise auf niederträchtige Motive, wie Hass oder Gier, sondern ging davon aus, dass er aus „Gedankenlosigkeit“ gehandelt …

Alles neu!

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Auf dem Bundeskongress der Grünen Jugend haben wir am Samstag, dem 11. April die neue Seite unseres Magazins vorgestellt. Ein langer Re-Designprozess ist damit fast beendet. In den kommenden Tagen soll die ganze Seite aber noch ihren Feinschliff erhalten, indem noch Beitrgsbilder und Grafikelemente ergänzt und unsere bisherigen Podcasts hochgeladen werden. Die Struktur und das Design der Seite stehen aber – wie ihr seht! Dank unserer 8 thematischen Kategorien Queerfeminismus, Soziales, Ökologie, Antifa und Antira, Wirtschaft, Globales, Bildung und Netzpolitik könnt ihr euch weiterhin nach Themenschwerpunkten auf unserer Seite orientieren und alle Beiträge zu den verschiedenen Schwerpunkten gebündelt finden. Außerdem haben wir endlich ein Archiv! Unter dem Link „Inhalte filtern“ auf der Seite können Artikel nach dem Zeitpunkt der Veröffentlichung aufgestöbert werden. Zudem ist es dadurch möglich, Beiträge von den einzelnen Redaktionsmitgliedern und aktiven externen Autor_innen zu finden. Über den Reiter „Formate“ sind Artikel, die Teil von Formaten wie Artikelserien, Kolumnen oder Pro-/ Contra-Diskussionen sind, ganz einfach ausfindig zu machen. Ein besonderes Tool ist der Button „zufälliger Artikel“, der nach einem kurzen Klick einen ganz …

1 x 1 der Unterdrückung: Satzungsreform?! Frauen, Inter und Trans in unserer Satzung

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Diese Satzungsreform der Grünen Jugend ist einerseits politisches Signal, was angesichts der erheblichen Diskriminierung von Trans- und Inter-Menschen in unserer Gesellschaft unverzichtbar ist. Anderseits ist sie aber auch Instrument, um gegen Diskriminierung im eigenen Verband vorzugehen. Diese Satzungsänderung ist dabei ein guter erster Schritt, ihm müssen aber weitere folgen. So zeigen wir durch den Beschluss erst mal nur, dass wir gewillt sind uns näher mit der Diskriminierung von Inter- und Trans-Menschen zu beschäftigen, diese anerkennen und erste Schritte unternehmen, um sie auch innerhalb der GJ zu bekämpfen.

Lena ist seit 2014 Schatzmeisterin der Grünen Jugend

Interview mit unserer Bundesschatzmeisterin Lena Christin Schwelling

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Es kommen schon ein paar Stunden am Tag zusammen, […] aber ich wusste ja, worauf ich mich einlasse. Und es macht auch alles mega Spaß, man kann viel lernen und es ist interessant. Selbstorganisation ist etwas, das ich sehr gut gelernt habe. Ich habe Listen für alles Mögliche gehabt, sogar eine komplett fertige Packanleitung, nach der ich auch noch mitten in der Nacht, quasi schlafend alles für`s Wochenende einpacken konnte. Das hat mir extrem geholfen.