Queerfeminismus
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"Fußball ist Männersache!"?!

Trotz der zunehmenden öffentlichen Aufmerksamkeit auf Spiele der Frauennationalmannschaft seit der WM 2011 und dem leicht steigenden Anteil von weiblichen Fußballfans hält sich die Assoziation von Fußball mit Männlichkeit hartnäckig. Tatsächlich fokussieren sich das mediale und das gesellschaftliche Interesse vorwiegend auf die Spiele der Männermannschaften: Während bei den Bundesliga-Spielen der Herren Zehntausende das Stadion besuchen, sind es bei den Spielen der Frauen nur ein paar hundert (vgl. Gabler 2011). Diese Fokussierung auf den von Männern betriebenen Fußball ist aber nicht die einzige Ebene, die die Konnotation des Fußballs mit Männlichkeit aufrecht erhält. Denn mit ihr geht eine Abwertung von Weiblichkeit und ein Ausschluss von Frauen aus der Fanszene einher.

Wie das Coming-Out vom ehemaligen Profifußballer Thomas Hitzlsperger bewusst machte, ist Homosexualität bzw. Nicht-Heterosexualität gerade im männlichen Profifußball viel massiver tabuisiert als in anderen gesellschaftlichen Sphären und wird viel offener abgewertet. Deshalb ließ das erste Coming-Out eines ehemaligen Profispielers auch so lange auf sich warten und wurde zum medialen Großevent. Wann der erste aktive männliche Fußballprofi problemlos öffentlich über sein homosexuelles Begehren sprechen kann, bleibt abzuwarten.
Fußball kann als heterosexuell-männlicher Raum, als Sphäre der hegemonialen Männlichkeit angesehen werden, in dem Homosexualität und Weiblichkeit abgewertet wird.

Hegemoniale Männlichkeit

Aber was ist überhaupt hegemoniale Männlichkeit? Dieser aus der soziologischen Männlichkeitsforschung stammende Begriff dient der Betrachtung von Hierarchien innerhalb der Geschlechtskategorie „Mann“. Das von der australischen Soziologin Reawyn Connell beschriebenen Konzept der hegemonialen Männlichkeit beleuchtet also die vielfältigen Machtverhältnisse und Beziehungen von Männlichkeiten untereinander. Dabei wird angenommen, dass innerhalb der Gesellschaft verschiedene Typen von Männlichkeit existieren, die in einem hierarchischen Verhältnis zueinander stehen. Männlichkeit stellt für Connell dabei eine „Position im Geschlechterverhältnis“ (Connell 2000, 91) dar. Die hegemoniale Männlichkeit ist dabei keine individuelle Charaktereigenschaft, sondern

„jene Konfiguration geschlechtsbezogener Praxis […], welche die momentan akzeptierte Antwort auf das Legitimitätsproblem des Patriarchats verkörpert und die Dominanz der Männer sowie die Unterordnung der Frauen gewährleistet“ (ebd. 98).

Sie ist also der Typus von Männlichkeit, der am meisten von patriarchalen Strukturen profitiert und innerhalb der gegebenen Struktur der Geschlechterverhältnisse eine bestimmende Position inne hat. Der hegemoniale Männlichkeitstypus steht an der Spitze einer Hierarchie von verschiedenen Männlichkeiten und ist die (vom zeitlichen, kulturellen Kontext abhängige) anerkannteste Form des Mann-Seins (vgl. Sülzle 2011, 50). Obwohl der Typus der hegemonialen Männlichkeit keine Charaktereigenschaft einer bestimmten Person beschreibt, kann dieses Ideal von Personen korporiert inszeniert werden (vgl. Connell 2000, 97f).
Relativ zur Privilegierung der hegemonialen Männlichkeit dominanter Gruppen werden andere Männlichkeiten untergeordnet. Marginalisierte Männlichkeiten sind jene Männlichkeitstypen, die innerhalb der hierarchischen Strukturen der Kategorie „Mann“ aufgrund der Zugehörigkeit marginalisierten Klassen, sexuellen Präferenzen oder ethnischen Gruppen den kulturell dominierenden Formen untergeordnet werden (vgl. ebd. 101f). Ein Beispiel für eine marginalisierte Männlichkeit ist die homosexuelle, die in den meisten Gesellschaften der heterosexuellen untergeordnet wird.
Aber was hat das nun alles mit Fußball zu tun?

Fußball und Männlichkeit

Historischer Androzentrismus im Fußball

Die Unterschiede zwischen den Geschlechterkategorien und die Abwertung von Weiblichkeit wird durch Denkschemata aufrecht erhalten, die innerhalb eines zweigeschlechtlichen Denkens Männlichkeit zur Norm erklärt und Weiblichkeit zur Abweichung, zum minderwertigen Anderen. So beschreibt der Soziologe Pierre Bourdieu die männliche Herrschaft. Eine solche androzentristische Sicht, die also Männlichkeit zum Prinzips macht und implizit mit Menschlichkeit bzw. mit der Norm gleichsetzt (vgl. Kreisky 2006, 27), findet sich in fast allen gesellschaftlichen Bereichen wieder. So auch im Fußball.
Der Androzentrismus im Fußball drückt sich unter anderem dadurch aus, dass der von Frauen gespielte Fußball als „das Andere“ bzw. „das Unterlegene“ wahrgenommen wird. Dies zeigt sich beispielsweise daran, dass Männerfußball in der Regel nur als „Fußball“ bezeichnet wird und „Frauenfußball“ in der Regel mit dem Hinweis auf das Geschlecht der Spielenden versehen wird. Somit bildet Männerfußball schon in der Sprache die Norm, Frauenfußball die Abweichung.
Betrachtet man die genuine Entstehungsgeschichte des Fußballs, so wird klar dass der moderne, europäische Fußball schon von Beginn an als Spiel unter Männern galt. Sowohl der bürgerliche, verregelte Fußball, der in exklusiven Schulen trainiert wurde, um „angemessene Männlichket“ zu vermitteln, als auch der proletarische Fußball, galt als Spiel unter männlichen Spielern (vgl. Kresiky 2006, 25f).
Seit den 1980er Jahren gab es einen leichter Anstieg an weiblichen Stadionbesucher_innen (vgl. Bromberger 2006, 45). Frauenfußball erlebte nach einem kurzen Auflodern nach dem 1. Weltkrieg erst in den 1970er Jahren, also im Zuge der 2. Frauenbewegung wieder einen Aufschwung.

Fankultur

Fußballfan zu sein wird auch heute oft mit männlich sein assoziiert. Fan- und Ultrakultur können als „Ort der Männlichkeit“ bzw. als „frauenfeindlich“ bezeichnet werden (Sülze 2011, 347). Dies bedeutet nicht, dass Frauen absolut ausgeschlossen von Fangemeinschaften sind. Aktuellen Schätzungen zufolge sind insgesamt ca. 30 Prozent der Stadionbesucher_innen weiblich (vgl. Gabler 2011). Weitaus niedriger ist der Anteil in der Regel bei „aktiven Fangemeinschaften“, also bei Fanzusammenschlüssen, die organisiert sind, zum Support ihres Vereins gemeinsam zu Auswärtsspielen fahren und Fangesänge und -aktionen koordinieren, wie es etwa Ultragruppen tun.
Die männliche Grammatik in der Fanszene, so Sülzle (2011, 348f) baue auf einem Ausschluss und der Abwertung von Weiblichkeit und, Nicht-Heterosexualität auf, die von Männern und Frauen im Fanblock mitgetragen werde. Diese Abwertung zeigt sich beispielsweise in Form von sexistischen und homophoben Beleidigungen, Spruchbändern und Choreographien oder daran, dass schlechte bzw. unbeliebte Mannschaften als „Mädchenmannschaften“ bezeichnet werden.
Beispielsweise diffamierten Dynamo Dresden Ultras weibliche Mitglieder der Ultras Sankt Pauli mit dem Spruchband: „USP Frauen aus dem Gästeblock damit die Küche lebt“, welches dann aber von den Ultras Sankt Pauli geklaut und ironisch mit Küchengeräten präsentiert wurde (vgl. Ultras Sankt Pauli 2012):

Die Münsteraner Ultras „Block O“ verwandten beim Spiel ihres Vereins Preußen Münster gegen den SV Werder Bremen den Schriftzug „Ihr schwulen Fotzen!!!“ (vgl. Fußball von Links 2012), um verschiedene Ultragruppen aus Bremen, die sich gegen Sexismus und Homophobie engagieren, zu beleidigen.
Auf der Basis des Freund-Feind-Schemas („Wir“ und „die Anderen“) gedeihen in der Fankultur männlich konnotierte Werte wie „Ehre, Treue (zur Gemeinschaft), Gefolgschaft und Gehorsam, die alle dem Ziel der (physischen oder auch nur rituellen) Dominanz gegenüber dem Gegner dienen“ (Gabler 2011). Ehre, Härte und Standfestigkeit (vgl. Sülzle 2011, 348) sowie die kämpferische, treue Unterstützung der Mannschaft, zu der in manchen Ultragruppen auch gewalttätige Auseinandersetzungen mit gegnerischen Fangruppen gehören, sind für viele Ultras wichtige Werte. Es handelt sich dabei um militärische Ideale, die mit Männlichkeit assoziiert werden. In der Überschneidung der Vorstellungen vom „echten Fan“ sein mit männlich konnotierten bzw. militärischen Idealen liegt wohl die Ursache dafür, dass die Fankultur als männliches Terrain gilt und Frauen ausgegrenzt werden. Für einige Fans ist daher „das Fußballstadion der letzte Ort, an dem sie echte Männlichkeit – was auch immer das sein mag – leben können“ (Sülzle 2005).

„Frauen werden in Fankurven von vielen männlichen Fans generell nur als Begleiterinnen oder als Groupies wahrgenommen, viele Ultragruppen schließen bei Auswärtsfahrten Frauen in ihren Bussen aus, geben Frauen keine Ämter in den Gruppen oder lassen generell keine weiblichen Mitglieder zu“ (Schindler 2015).

Durch traditionelle, sexistische Frauenbilder, die den zuvor genannten militärischen, männlich konnotierten Werten entgegen gestellt werden, wird Frauen abgesprochen „echte Fans“ sein zu können. Durch Aneignung von männlich konnotierten Verhaltensweisen entgehen weibliche Fans oft dem kompletten Ausschluss aus der auf der Abwertung von Weiblichkeit beruhenden, männerbündischen Fangemeinschaft.
Andrea, ein 25-jähriges Ultramitglied aus Bremen berichtete im Interview mit „Fußball gegen Nazis“ hierzu:

„Die Mädchen die präsenter sind, sind es zu einem guten Teil auch deswegen, weil sie hegemonial männliche Verhaltensweisen annehmen können und/oder wollen. Laut und vielleicht etwas gröber sein, gehört beim Fußball nach wie vor zum guten Ton, den müssen sich alle ein bisschen angewöhnen“ (zit. nach Schindler 2015).

Bei den ritualisierten Rivalitäten zwischen Ultras – einem wichtigen Element der Fankultur – werden laut Sülzle im Wettkampf unter Männern die männliche Ehre hergestellt und der männliche Habitus eingeübt (vgl. Sülzle 2011, 349). Die Männlichkeits-Inszenierung der Fans verstehe sich aber generell als „bewusste Aufführung eines als wahrhaftig angenommenen Kerns wahrer Männlichkeit“ (ebd.). Da der Fan-Bezug zur Männlichkeit also zugleich explizit und selbstironisch sei, geschehe diese „Aufführung der prolligen Macho-Männlichkeit“ im Fanblock „mit einem Augenzwinkern“ (ebd. 351) und in ganz bewusster (provokanter) Abgrenzung zu anderen Sicht- und Ausdrucksweisen von Geschlecht in anderen gesellschaftlichen Bereichen (ebd.).
Um „den Nachteil, der sich für die weibliche Minderheit im Fußball ergibt (…) anzupacken und zum Guten zu Wenden“ (Schindler 2015) greifen weibliche Fans Klischees zum Teil auf ironische Art und Weise auf und kehren sie zum Gegenteil. Damit sollen Fremdzuschreibungen entmachtet und angeeignet werden. Mit dieser Intention gaben sich die „Chicas“ – eine Gruppe weiblicher Mitglieder der Ultragruppe Schickeria ihren Namen, der häufig abwertend gegenüber Frauen und Mädchen verwendet wird (vgl. Schindler 2015).

Die homosoziale Männergemeinschaft

Der Männlichkeitsforscher Michael Meuser (2001, 15) stellte in seinem Aufsatz „Männerwelten. Zur kollektiven Konstruktion hegemonialer Männlichkeit“ heraus, dass frauenfreie Räume den Mitgliedern der homosozialen Männergemeinschaft in verschiedenen Kontexten als „Refugium“ dienen, „in dem sie sich in ein entspannte Klima zurückziehen können“ (ebd.). Die Abwesenheit von Frauen werde als Voraussetzung für dieses entspannte Klima wahrgenommen, da beispielsweise keine Abstandsregeln befolgt oder auf eine erhöhte Selbstbeherrschung geachtet werden müsse, was nach dem Verständnis der von Meuser befragten Männer in der Interaktion mit Frauen von Nöten sei (vgl. ebd.).
Dass reine Männerrunden von ihren Mitgliedern als Sphären betrachtet werden, in dem „Mann“ sein kann, wie er ist, verdeutlicht auch Almut Sülzles Untersuchung der männerbündischen Fankultur in ihrer Dissertation „Fußball, Frauen, Männlichkeiten. Eine ethnographische Studie
im Fanblock“. Ihre Befragung von Männern aus Ultragruppen ergab, dass ein Motiv des Ausschlusses von Frauen aus Ultragruppen der Wunsch nach einem frauenfreien Raum sei, in dem Männer „gemeinsam ,über die Stränge‘ schlagen, gemeinsam gesellschaftliche Regeln und eigene körperliche Grenzen verletzen“ (Sülzle 2011, 214) und in der niemand auf mögliche Konsequenzen dieser Verhaltensweisen aufmerksam macht, was eine weiblich konnotierte Aufgabe sei (vgl. ebd.).
Der männerbündische Rahmen mache bestimmte Verhaltensweisen wie Emotionalität, enger Körperkontakt, öffentliches Weinen, die in anderen Kontexten als unmännlich gelten, zu wichtigen Elementen des Männerbunds (vgl. ebd. 348). In dem Zusammenhang stellt Eva Kreisky fest, dass die Konservierung männlicher Vorherrschaft durch männlich konnotierte Werte „keineswegs nur rational, sondern vor allem emotional, affektiv und häufig auch (homo-) erotisch befestigt [wird]“ (Kreisky 2006, 33).

Fußballfans gegen Sexismus und Homophobie

Trotz der verbreiteten männerbündischen Strukturen in der Fußballfankultur gibt es auch einige Ultragruppen, die „progressive, libertäre, egalitäre und solidarische Ideale“ (Gabler 2011) für sich beanspruchen. Immer mehr aktive Fußballfans der deutschsprachigen Fanszene beschäftigen sich aktiv mit der Arbeit gegen Rassismus, Sexismus, Homophobie und anderen Diskriminierungsformen im Stadion und setzen homophoben und sexistischen Spruchbändern und Verhaltensweisen emanzipatorische Inhalte entgegen. Außerdem entstehen auch immer mehr Frauen-Ultragruppen sowie schwul-lesbische bzw. queere Fangemeinschaften. Solche allmählichen Entwicklungen sind natürlich ausdrücklich zu begrüßen, lassen aber keinesfalls die berechtigte Hoffnung aufkeimen, dass Sexismus und Homophobie sich in ein paar Jahren komplett aus der Fußballfankultur verflüchtigt haben. Denn emanzipatorische Gruppierungen sind innerhalb der Ultraszene leider immernoch stark unterrepräsentiert.

„Die Frage, ob jemand ein ‚guter‘ Ultra ist, ist für uns keine Frage des Geschlechtes, sondern des Engagements und der Persönlichkeit. Deswegen haben wir als Gruppe den Anspruch und das Ziel, jede Form von Diskriminierung – auch die von Frauen – abzubauen“ (Schickeria München 2009, 5),

Zusammenfassend kann der besondere Bezug von Fußball und Männlichkeit also bei der Betrachtung der Fußballfankultur festgemacht werden, die überwiegend männerbündische Strukturen aufweist und sich häufig über den Ausschluss und die Abwertung von Weiblichkeit und marginalisierten Männlichkeiten definiert.
Für ihre Mitglieder stellt die männerbündische Fangemeinschaft – ähnlich wie bei homosozialen Männergemeinschaften – einen Raum dar, in dem sie unverfälschte „pure“ Männlichkeit ausleben können. Dies geht mit klar männlich konnotierten Werten und Idealen einher, die in männerbündischen Fangruppen gelebt werden. Zudem wird durch die Abwertung und den Ausschluss von Weiblichkeit und marginalisierter Männlichkeit, auf denen die männliche Grammatik der Fanszene beruht, die Ausbildung eines hegemonial-männlichen Habitus (= soziologischer Begriff für eingeübtes Verhaltensrepertoire) in Fanzusammenhängen begünstigt.
Es ist schwer festzustellen, inwieweit die Fankultur Männlichkeitsbilder der Gesamtgesellschaft prägt. Aber es ist anzunehmen, dass die Fanszene durch ihren überwiegend männerbündischen Charakter an der Konservierung von althergebrachten Vorstellungen von „echter“ Männlichkeit mitwirkt, also Vorstellungen von Geschlechterdifferenz und die damit verbundene Abwertung von Weiblichkeit und von Nicht-Heterosexualität auch in die Gesellschaft hinein fördert und dem Erhalt von homophoben und sexistischen Herrschaftsverhältnissen dient.
Wie schon in Zusammenhang mit dem Aufschwung des Frauenfußballs und der Frauenbewegungen deutlich wurde, ist Fußball trotz der Konnotation als hegemonial-männliches Terrain nicht immun gegen emanzipatorische Veränderungen und wird als gesellschaftliches Feld von gesellschaftlichen Bewegungen beeinflusst.
Zudem kann Fußballfankultur auch Raum für emanzipatorische Fangruppen bieten, die die Herrschaftsformen kritisieren und bekämpfen, aktuell aber eine kleine Minderheit darstellen. Deshalb gilt es klarzustellen, dass zwischen Fußball(-fankultur) und sexistischen und homophoben Verhaltensweisen kein monokausaler Zusammenhang besteht, obwohl das Gros der Fanszene massiv von Sexismus und Homophobie geprägt ist.

 

Quellen:

Bromberger, Christian (2006): Ein ethnologischer Blick auf Sport, Fußball und männliche Identität. In: Kreisky, Eva/ Spitaler, Georg (Hrsg.): Arena der Männlichkeit. Über das Verhältnis von Fußball und Geschlecht. S. 41 – 52, Campus Verlag, Frankfurt am Main

Connell, Robert W.1 (2000): Der gemachte Mann. Konstruktion und Krise von Männlichkeiten. Leske & Budrich, Opladen

Connell, Robert W./ Messerschmidt, James W (2005).: Hegemonic Masculinity. Rethinking the Concept. In: Gender and Society p. 829 – 859

Fußball von Links (2012): Sexismus und Homophobie bei Muenster vs. Bremen. URL: http://fussballvonlinks.blogsport.de/2012/08/22/sexismus-und-homphobie-bei-muenster-vs-bremen/

Gabler, Jonas (2011): Fußball als Männerbund – Die Rolle der Frau in der Fankultur. In: Blätter für deutsche und internationale Politik. H. 7, S. 60 – 67, Blätter Verlagsgesellschaft, Berlin

Kreisky, Eva (2006): Fußball als männliche Weltsicht – Thesen aus Sicht der Geschlechterforschung. In: Kreisky, Eva/ Spitaler, Georg (Hrsg.): Arena der Männlichkeit. Über das Verhältnis von Fußball und Geschlecht. S. 21 – 40, Campus Verlag, Frankfurt am Main

Kreisky, Eva (2009): Geschlecht und Sport. Arbeits-, Sport- und Geschlechterkörper. Einflüsse des Geschlechts auf moderne Sportkulturen. In: Marschik, Mattias/ Müllner Rudolf/ Penz, Otto/ Spitaler, Georg: Sport Studies. S. 72 – 84, Facultas Verlags- und Buchhandels AG, Wien

Meuser, Michael (2001): Männerwelten. Zur kollektiven Konstruktion hegemonialer Männlichkeit. In: Jahnsen, Doris/ Meuser, Michael (Hrsg.): Schriften des Essener Kollegs für Geschlechterforschung. 1. Jahrgang 2001, Heft 2, S. 5 – 32

Schickeria München (2009): Gegen Sexismus und Homophobie. Für eine bunte Kurve. In: Schickeria München (Hrsg.): Südkurvenbladdl. Heft 10, S. 5 – 6, Wir Ultras e.V. Selbstverlag, München

Selmer, Nicole/Sülzle, Almut (2006): Tivoli-Tussen und Trikotträgerinnen – Weibliche Fankulturen im Männerfußball. In: Kreisky, Eva/Spitaler, Georg (Hrsg.): Arena der Männlichkeit. Über das Verhältnis von Fußball und Geschlecht. S. 123 – 139, Campus Verlag, Frankfurt am Main

Schindler, Frederik (2015): „Einfach nur Ultra unter Ultras sein – das wär was!“ – Ausschluss von Frauen in der Fankultur. Bei: Fußball gegen Nazis. URL: http://fussball-gegen-nazis.de/beitrag/frauen-in-der-ultraszene

Sülzle, Almut (2005): Fußball als Schutzraum für Männlichkeit? Ethnographische Anmerkungen zum Spielraum für Geschlechter im Stadion. In: http://www.kos-fanprojekte.de/index.php?id=211

Sülzle, Almut (2011): Fußball, Frauen, Männlichkeiten. Eine ethnographische Studie im Fanblock. Campus Verlag, Frankfurt am Main

Ultras Sankt Pauli (2012): An die netten Jungs aus Dresden. URL: http://usp.stpaulifans.de/2012/05/an-die-netten-jungs-aus-dresden/

Jamila Schaefer

Jamila Schaefer

Jamila Schäfer war lange Mitglied der SPUNK-Redaktion und studiert in Franfurt am Main Soziologie und Philosophie.
Sie ist die Bundessprecherin der GRÜNEN JUGEND.
Jamila Schaefer

4 Kommentare

  1. a.ruschmeier@teleos-web.de'
    Andre Ruschmeier sagt

    Sie schreiben:
    „Aber es ist anzunehmen, dass die Fanszene durch ihren überwiegend männerbündischen
    Charakter an der Konservierung von althergebrachten Vorstellungen von „echter“ Männlichkeit mitwirkt, also Vorstellungen von Geschlechterdifferenz und die damit verbundene Abwertung von Weiblichkeit und von Nicht-Heterosexualität auch in die Gesellschaft hinein fördert und dem Erhalt von homophoben und sexistischen Herrschaftsverhältnissen dient.“

    Ich denke, das ist nicht nur anzunehmen. Diese wechselseitige Beziehung ist eigentlich klar und folgerichtig.
    Das Eine ist ein Spiegel des Anderen und umgekehrt. Fußballfans sind ja ein Teil der Gesellschaft.

    Ich war früher oft bei Werder Bremen im Stadion. Im Großen und Ganzen recht angenehme
    Fans, fand ich immer. Aber man redet sich die Fans des ‚eigenen‘ Vereins wahrscheinlich auch schön 🙂 Es gibt natürlich auch dort andere Fans.
    Mein Interesse an Fußball ist irgendwann stetig gesunken. Ich nehme es einerseits als eine skrupellose Finanz- und Wirtschaftswelt wahr, und andererseits gibt es auf Fanseite viel Hass, Gewalt, Fremdenfeindlichkeit – und eben Sexismus und Homophobie.
    Und hinter all diesen Dingen steckt für mich eigentlich letztendlich immer eine tiefe Angst und Unsicherheit. Ich sehe keinen anderen möglichen Grund, andere Menschen zu verachten oder gering zu schätzen. Oder?

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