Monate: August 2015

Zu heiß für Deutschland? – Das Hotpantsverbot

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Immer wenn es draußen wärmer wird und etliche Menschen die Hüllen fallen lassen, wird die ewig gleiche Diskussion angeheizt: Wie viel nackte Haut dürfen Frauen* (seltener Männer*) in der Öffentlichkeit zeigen? Was ist aufreizend, was provokant, was anstößig? Insbesondere an Schulen wird regelmäßig kritisiert, dass Schüler*innen zu viel Bauch, Bein oder Brust zeigen. Angesprochen wird dabei stets der sexuelle Kontext und seine ablenkende Wirkung auf andere. Erschreckend, wenn man bedenkt, dass die Schule ein Ort der Objektivität und der freien Entfaltung einer*s jeden Einzelnen sein sollte. Nun hat eine Schule in Baden-Württemberg mithilfe eines Briefes an die Eltern der Schüler*innen ,,aufreizende‘‘ Kleidung verboten. Dabei werden explizit Mädchen* beschuldigend angesprochen. Bei Verstoß gegen diese neue Kleiderordnung werden an die Betroffenen weite T-Shirts verteilt, welche für die Dauer des Schultags ihre Körper verstecken sollen. Die für diese Maßnahme verantwortliche Schulleiterin Bianca Brissaud gibt ein ,,gesunde[s] Schulklima […], in dem sich alle wohlfühlen und in dem gesellschaftliche und soziale Werte gelebt und gefördert werden‘‘, als Begründung an. Nackte Haut wird also als Bedrohung für die Werte unserer aufgeklärten …

Alle gegen die „Antideutschen“ – Konflikte in der Linksjugend

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Der Antisemitismus und der Antizionismus haben in der Partei DIE LINKE. und im Jugendverband linksjugend [‘solid] eine lange und ernstzunehmende Geschichte. Diese komplett aufzuarbeiten kann dieser Artikel nicht leisten, weshalb hier einige ausgewählte Beispiele vorgestellt werden sollen. Diese Beispiele beziehen sich auf Beschlüsse, Aussagen, Veranstaltungen und weiteres von Mitgliedern der Partei DIE LINKE. und der linksjugend [‘solid]. Im Jahr 2008 bezeichnete der damalige außenpolitische Sprecher der Fraktion der Linkspartei im Deutschen Bundestag die Raketen der Hamas, die diese auf Israel schossen, als „Silvesterknaller“ [1] und gab Israel die alleinige Schuld am Nah-Ost-Konflikt [2]. Dieser Vorwurf ist schon alleine deshalb absurd, weil die Nachbarstaaten Israels bereits am Tag nach dessen Gründung den Krieg erklärten. Bereits 2010 machte DIE LINKE.Duisburg mit einem antisemitischen Flyer auf sich aufmerksam [3]. Auf diesem war „Nie wieder Krieg für Israel“ zu lesen und ein in einem Davidstern integriertes Hakenkreuz abgebildet. Dieser Flyer rief zum Boykott des „Apartheidstaates“ Israel auf und mit dem Flyer verbreiteten sie einen Link, von dem Hitlers „Mein Kampf“ heruntergeladen werden konnte. Von diesem Flyer distanzierte sich der …