Monate: Juni 2017

Jugend Rettet e.V.

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Jugend Rettet e.V. wurde von Berliner Jugendlichen im Herbst 2015 aufgrund von Katastrophen im Mittelmeer mit vielen Toten gegründet. Seither wächst die Organisation und die Studierenden betreiben weiter Seenotrettung an den großen Flüchtlingsrouten. Was treibt ihre Mitglieder an? Wie stehen sie zu Europa? Und was erwarten sie von Jugendlichen und den Jugendorganisationen der Parteien? Ein Interview mit Sarah Fischer, der Sprecherin von Jugend Rettet. Wie bist du zu Jugend Rettet gekommen? Zu Jugend Rettet bin ich im Oktober 2015 durch das erste offene Treffen gekommen. Kurz vorher hatte ich mich noch lokal engagiert. Ich hatte mich immer gefragt, wie man noch vorher helfen kann, bei den Migrationsrouten selbst. Jugend Rettet war für mich von Anfang an eine gute Möglichkeit, mit meinen Fähigkeiten direkt zu partizipieren und etwas zu verändern. Wie sieht deine Tätigkeit dort aus? Bei Jugend Rettet bin ich vor allem für die Öffentlichkeitsarbeit und das Fundraising wie z.B. durch Betterplace verantwortlich. Wir arbeiten alle im Team und je nachdem, wie es zeitlich aussieht übernehmen wir verschiedene Aufgaben. Dabei kann es sich sowohl um …

Participate, Act, Change! Day by Day.

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Day 1 We are now in Landshut, Germany at the Participate, Act, Change project last part, the youth exhange between Sweden, Norway and Germany. This whole thing started at the spring of 2016. At that time we had been active in our own countries helping refugees and arranging “Refugees welcome”-manifestations. We were all in our countries seeing the situation of migration had been going on television. But we also saw the rise of right-wing politics, more and more openly articulated racism, attacks on refugees, the closure of european borders and many more inacceptable things. We came together and started working on an application to Erasmus+ consisting on two pillars – migration and youth participation. A team wrote the application and six months later the project was granted funding from Erasmus+, woho! In January 2017 we met in Oslo and started talking about how this youth exchange would look. We saw that the Swedish young greens had made an awesome campaign tour to recruit members with unicorn tattoos. The Norwegian young greens had made a great …

Der Wahlschein

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»Wen hast’n gewählt?«, frage ich beim Essen. Es hatte gerade eine Wahl für irgendwas stattgefunden. »Ich hab nicht gewählt«, sagt das Känguru. »Darfste nicht?«, frage ich. »Ich darf nicht und ich will nicht«, sagt das Känguru. »Du willst nicht?«, frage ich. »Ja. Weil das gar keine Wahl ist«, sagt das Känguru. »Das ist nämlich nur ein Demokratietrugbild, eine Abstimmungsattrappe, eine Volksherrschafts-Fata-Morgana. Kurz gesagt: nur der Schein einer Wahl, oder, um den offiziellen Terminus zu verwenden: ein Wahlschein.« Das Känguru

WannaCry – Es ist einfach zum Heulen

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Über Sicherheit, Updates und „niemand will mich hacken“ Ein Frühjahrswochenende kommt und auf reddit und Twitter gibt es die ersten Fotos. Keine Screenshots, sondern tatsächlich abfotographierte Bildschirme. Irgendwelche öffentlichen Bildschirme, später Abfahrtsanzeigen bei der Bahn und eine ganze Menge PCs in britischen Krankenhäusern. Was zu sehen ist, ist vom Prinzip her nichts Neues. Schadsoftware, die auf infizierten Rechnern die Daten verschlüsselt, Lösegeld für die Entschlüsselung fordert und sich über das Netzwerk weiter verteilt. Das Prinzip heißt Ransomware und war schon öfter in der Weltgeschichte unterwegs. Festplatten verschlüsseln (und entschlüsseln) ist kein Hexenwerk. Ein halbes Jahr Programmierkurs kann da reichen. Auch Software, die sich aus dem Netz installiert, ist keine Zauberei. Der wirklich kritische Teil ist, dass die Installation selbst unbemerkt und auch ohne Zutun der Besitzer*innen der Maschinen passiert. Dafür braucht es eine Sicherheitslücke. Und hier wurde WannaCry dann spannend. Die verwendete Lücke befand sich im Netzwerkcode von Windows und da schon seit XP – in unserem Kontext eine kleine Ewigkeit. Offiziell wird XP auch tatsächlich nicht mehr unterstützt. Es hätte sich einen Platz in …