Monate: November 2017

Photo by IISD/ENB | Kiara Worth

Never trust a COP

von

Vor einigen Tagen endete in Klimakonferenz in Bonn. Die diesjährige Klimakonferenz stach aus einem Grund besonders hervor: Es war die erste Klimakonferenz, die unter der Leitung eines Inselstaates stattfand, genauer gesagt Fiji. Fiji ist einer der Staaten, die durch die Klimakrise schlichtweg verschwinden werden.   Es war die vorletzte, bevor die Richtlinien des Pariser Klimaabkommens stehen sollten. Diese Klimakonferenz war aus diesem Grund eine “technische” Klimaverhandlung. Es standen also keine großen Entscheidungen wie in Paris oder Kopenhagen auf der Tagesordnung. Es ging darum, wie die Absichtserklärungen des Pariser Abkommens in ein funktionierendes Regelwerk übersetzt werden können. Die Ergebnisse der Konferenz sind kleinstmögliche Schritte. Für Klimakonferenz-Verhältnisse ging es moderat-langsam mit vergleichsweise geringem Konfliktpotential voran, es hätte mehr passieren müssen. Das bedeutet, wie auch in den Jahren zuvor: Klimaverhandlungen erreichen nicht ansatzweise genug. Sie besitzen aber Legitimität in internationalen Entscheidungsfindungsprozessen und dürfen deshalb nicht Akteur*innen wie der fossilen Industrie überlassen werden. Oder, wie es eine indigene Aktivistin auf einer Veranstaltung ausdrückte: “Wenn du nicht am Essenstisch sitzt, dann bist du auf der Speisekarte!” Viel wurde darüber gerätselt, …

Screenshot, frei unter CC-Zero

Heimat – Was ist das schon?

von

Die Heimatdebatte, verbunden mit der Frage, wer den Begriff benutzt, und was er mitbringt, verschwindet dann doch nicht so ganz. Zeit, dass Nuocu endlich auch eine Meinung hat. Heimat ist mehr als ein Zuhause. Und während ich jedem*r ein Zuhause wünsche, wünsche allen umso mehr eine Heimat. Heimat ist nichts greifbares und nichts allgemein gültiges. Damit also nichts, wofür ich als solches gemeinsam streiten könnte. Zur Politisierung taugt das nicht. Heimat kann nicht zurückgeholt werden. Heimat kann nicht gegen andere erkämpft werden. Und erst recht kann mir niemand sagen, wie meine Heimat zu sein hat. Heimat ist eine lose, verklärte Mischung aus warmen Kindheitserinnerungen, wie es war und wie es, gefühlt, gut war. Aus Freund*innenschaften. Aus Erlebnissen und Erinnerungen. Und weil eben nichts davon Allgemeingut ist oder sein kann, – wie soll mir denn vorgeschrieben werden, wie meine Erinnerung auszusehen hat? – kann diese Vorstellung von Heimat auch nicht von irgendwem unterwandert werden. Nicht von links, von rechts, nicht vom Papst und nicht vom Beelzebub, nicht von Hannes und nicht vom Bürgermeister. In Ausschnitten können …