Autor: Clara Kiesbye

Korenaren - von jankie - CC BY-NC-ND 2.0

Landgrabbing – Es geht um mehr als nur um Boden

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Ausländische Konzerne pachten riesige Agrarflächen, zerstören damit die Existenzgrundlage vieler Millionen Kleinbauern, während nationale wie internationale Regierungen wohlwollend zusehen – wie kann das sein? „Du bist, was du isst.“ – Was aber, wenn die verfügbare Nahrung nicht zum Überleben und schon gar nicht zu einem menschenwürdigen Sein reicht? 95 Millionen Menschen leiden derzeit weltweit unter Hunger – 98 % davon leben in Ländern des Globalen Südens; in Afrika haben sie dabei mit 20% den höchsten Anteil an der Bevölkerung. Hunger stellt zudem das größte Gesundheitsrisiko dar – größer als das von Aids, Malaria und Tuberkulose zusammen. Gerade in den Ländern, die am meisten vom Hunger betroffen sind, haben oft ausländische Firmen gigantische Agrarflächen gepachtet – angeblich zum Bekämpfen des Welthungers, für die Produktion von Exportgütern, sogenannten Cash Crops (Kaffee, Kakao, Bananen etc.), zum Sichern der Ernährung durch den Anbau von Grundnahrungsmitteln oder zur Herstellung von Agrarbiosprit in investierenden Ländern wie den USA und den Industriestaaten Europas und der Golfregion. Betroffen sind vor allem Länder, deren Ernährungssituation laut der FAO (Food and Agricultural Organization, Teilorganisation der …