Autor: Dorothee Häußermann

Regionale Auswirkungen von Braunkohle im Rheinischen Revier

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Die Kraftwerke im Rheinischen Braunkohlerevier heizen mit ihren exzessiven CO2 Emissionen den globalen Klimawandel ein. Doch auch die lokalen Folgen von Braunkohleabbau sind verheerend. Im Rheinischen Revier gibt es drei riesige Tagebaue: Hambach, Inden und Garzweiler. Für deren Ausbau sind seit den 1950ern fast 40.000 Menschen umgesiedelt worden. Gewachsene Gemeinschaften wurden dafür auseinandergerissen, komplette historische Dörfer wurden abgerissen. Zwölf weitere Ortschaften sollen noch abgebaggert werden, darunter Immerath mit seinem unter Denkmalschutz stehendem “Dom”. Tagebaue ist gravierender Eingriffe in Kulturlandschaften und Ökosysteme. Fruchtbares Ackerland wird abgegraben, der uralte, artenreiche Hambacher Forst wird abgeholzt. Damit die Tagebaue nicht vollaufen, werden sie „gesümpft“, d.h. das Grundwasser wird bis in eine Tiefe von 500 Metern abgepumpt. Der sinkende Grundwasserspiegel beeinträchtigt die Vegetation bis in die Niederlande hinein.  Nach Beendigung der Tagebaue wird es Jahrhunderte dauern, bis die Wasserreserven sich erholen. Mit der Bewältigung der Folgen des Braunkohlenbergbaus werden die nachfolgenden Generationen noch lange zu tun haben („Ewigkeitskosten“).  Doch RWE Power hat dafür kaum Rücklagen gebildet. Alleine um die durch die Sümpfung betroffene Feuchtgebiete an Schwalm und Nette künstlich zu …