Autor: Florian Wilhelm

nazi zombies - Jake or Dinos Chapman show at the White Cube Gallery in London - von Elias Gayles - CC BY 2.0

Nazis in Videospielen

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Spiele, in denen Nazis vorkommen gibt es viele. Kein Wunder, ist doch der zweite Weltkrieg ein Thema, das oft und gerne medial inszeniert wird. Nazis sind aus unserer Popkultur nicht wegzudenken, wie Zombies und Orcs. Nazis sind super. Wolfenstein ist der Prototyp eines Spiels, in dem Nazis als Gegner auftauchen. Das schöne daran ist, dass es keine weitere Motivation oder Erklärung braucht, warum es legitim ist Gewalt anzuwenden. Nazis sind böse, Gewalt ist legitimiert, Feuer frei. Das schöne daran ist, dass es keine weitere Motivation oder Erklärung braucht, warum es legitim ist, Gewalt anzuwenden. Nazis sind böse, Gewalt ist legitimiert, Feuer frei. Gleiches lässt sich natürlich für Zombies und Orcs sagen. Aus einem abstrakten, völlig austauschbaren “rot gegen blau”-Szenario wird sofort der heroische Kampf gegen das Böse und für die Rettung der Welt. Und all das ohne dass man eine spannende Geschichte erfinden oder tief ausgearbeitete Charaktere zeichnen müsste. Da ist es kein Wunder, dass Nazis beziehungsweise der zweite Weltkrieg ein beliebtes Szenario ist. Doch Moment, Nazis darzustellen ist in Deutschland nicht so einfach, zumindest …

Nie, nie, nie wieder Sommerzeit

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Die Sommerzeit. Ihretwegen stellen wir zweimal im Jahr die Uhren um. Warum eigentlich? Ihren Ursprung hat die Sommerzeit vor ungefähr einhundert Jahren, während des ersten Weltkriegs im deutschen Kaiserreich. Eine Stunde “mehr” Sonnenlicht am Abend bedeutet mehr Produktivität, was gerade in einem Krieg, der zur Materialschlacht wird, nicht unbedeutend ist. Schnell übernahmen andere Staaten das Prinzip, es gab ein hin und her, ab den 1970er Jahren hat sich die Idee international durchgesetzt. Heute schreibt eine EU-Richtlinie die Zeitumstellung vor, auch andere Staaten stellen die Uhren um. Generell lässt sich sagen, dass Staaten, die näher am Äquator liegen, die Zeitumstellung eher nicht durchführen, als welche, die weiter davon entfernt sind. Das ist insofern sinnvoll, als es in der Nähe des Äquators praktisch keine Jahreszeiten gibt, je näher man sich am Nord- oder Südpol befindet aber die Dauer des Tageslichts umso stärker von der Jahreszeit abhängt. Um eine Tatsache direkt klar zu stellen: Die Zeitumstellung sorgt nicht dafür, dass es mehr Sonnenlicht gibt. Das klingt so wahnsinnig banal, und doch kann man gelegentlich den Eindruck haben, dass …

Arbeit im Autopilot

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Ich mag technologischen Fortschritt. Er macht uns das Leben so viel einfacher, angenehmer, bequemer, unterhaltsamer, einfach besser. Er erlöst uns von körperlich schwerer Arbeit. „Das zerstört Arbeitsplätze“ sagen sie. Recht haben sie. Und das ist großartig. Technologischer Fortschritt ist nicht aufzuhalten, unabhängig von Wirtschaftssystem und Regierungsform, der Mensch strebt danach mehr zu wissen, mehr zu können, besser zu sein. Auch besser zu automatisieren. Selbstfahrende Autos sind keine Zukunftsvision, sie sind real. Sie fahren seit Jahren auf den Straßen Kaliforniens, die Küste hoch und runter, immer und immer wieder. „Aber das ist doch gefährlich!“ Nun, wie gefährlich sind Menschen am Steuer? Menschen sind furchtbar schlecht darin, Routinetätigkeiten auszuüben. Sie werden gelangweilt, müde, versinken in Gedanken, kramen im Handschuhfach, schreiben Kurznachrichten, kurz: Sie töten am Steuer. Es ist nicht so schwer, autonom fahrende Autos zu bauen die weniger Fehler machen als Menschen. Sie werden Fehler machen, natürlich. Fehlerfreie Technik gibt es nicht. Was zu einem guten Teil auch daran liegt, dass sie von Menschen gemacht wird. Und die werden gelangweilt, müde, versinken in Gedanken, … Ihr kennt …

Seminarbericht: ''Freie Software''

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Am Samstag den 25.10.2014 veranstaltete die GRÜNE JUGEND Karlsruhe ein ganztägiges Seminar zum Thema Freie Software und Open Government. Im Jugendhaus Oststadt versammelten sich 12 Jugendliche aus Karlsruhe und Umgebung um mehr über die politischen Auswirkungen des Themas zu erfahren. Als erstes stand ein Grundlagen-Workshop an. Björn Schießle von der Free Software Foundation Europe erklärte die Ideen hinter dem Begriff der Freien Software. Seine zentrale Aussage war, dass die Entscheidung für oder gegen Freie Software keine technische, sondern eine politsch-strategische Entscheidung ist. Am Beispiel der Stadt München wurde klar, mit welchen Hindernissen eine Migration von nichtfreier zu Freier Software verbunden ist, und wie diese trotzdem gelingen kann. In der anschließenden Diskussionsrunde mit Alexander Salomon, Mitglied des Landtages von Baden-Württemberg, und Florian Wilhelm, netzpolitischer Aktivist der GRÜNEN JUGEND, wurden Handlungsoptionen des Landes im Bezug auf Freie Software erörtert. Dabei mussten die Teilnehmenden feststellen, dass es viele gute Ansätze zur Befreiung der IT-Landschaft gibt, die oftmals im klein-klein der Länder untereinander oder zwischen Land und Kommune stecken bleiben. Nach dem Mittagessen wurde im Open Space weiter über …

Legalize it!

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Ich trete dafür ein, das immer wiederkehrende Schauspiel rund um zu Tränen gerührten Athlet_innen, lange Debatten über A- und B-Probe und die Frage, ob es „sauberen“ Sport geben kann, zu beenden. Wer an den „sauberen“ Sport glaubt, an „ritterliche“ Duelle, Mensch gegen Mensch, Pferd gegen Pferd, Lanze gegen Lanze glaubt, der_die lebt in einer Phantasiewelt. Ich möchte in diesem Artikel auf verschiedene Argumentationen eingehen, die gegen die Legalisierung von Doping sprechen und sie aus meiner Sicht widerlegen. 1. „Doping zerstört die Gesundheit. Das darf nicht erlaubt sein.“ Ja, für viele Drogen ist diese Aussage mit Sicherheit nicht von der Hand zu weisen. Aber mir kann niemand erzählen, dass Leistungssport die beste Methode ist, ein gesundes Leben zu führen. Zu viele Kreuzbandrisse und Knöchelbrüche legen regelmäßig Bundesligaprofis lahm, zu häufig legt sich ein_e Athlet_in bei der Tour de France mit einem Affenzahn auf den Beton, zu häufig brechen sich Skispringer_innen Hals und Bein. Ganz abgesehen davon ist „Das kann krank machen.“ kein Argument etwas zu verbieten, oder warum dürfen Cola, Kartoffelchips, Zigaretten und Alkohol weiterhin verkauft …

Einblicke in 1 Jahr Bundesvorstandsarbeit

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SPUNK: Hallo Katha. Magst Du Dich mal kurz vorstellen? Katha: Hallo, ich bin die Katharina und lebe in Karlsruhe. Ich bin seit dem Bundeskongress im Hebst 2013 Beisitzerin im Bundesvorstand der GRÜNEN JUGEND. Davor war ich in anderen Gremien in der GRÜNEN JUGEND aktiv, so habe ich zum Beispiel das Fachforum Queer koordiniert und war im Frauen- und Genderrat. Abseits meiner Aktivität für die GRÜNE JUGEND habe ich Maschinenbau studiert und arbeite nun seit gut einem Jahr in diesem Bereich. SPUNK: Was war denn deine Motivation dafür, dich für den Bundesvorstand zu bewerben? Katha: Ich war bereits seit Jahren in der GRÜNEN JUGEND aktiv und hatte das Gefühl dort viel gelernt zu haben. Einerseits wollte ich den Verband noch aktiver mitgestalten als ich das in der Vergangenheit getan hatte, andererseits wollte ich etwas von dem zurückgeben, was dieser Verband mir gegeben hat. SPUNK: Du bist eine Beisitzerin im Bundesvorstand. Kannst du erklären was dabei so deine Aufgaben waren? Katha: Beisitzer*innen haben keine fest definierten Aufgaben wie es zum Beispiel bei den Sprecher*innen oder der Schatzmeister*in …