Autor: Gastautor_in

End Climate Injustice - von Jon Tyson - CC0

Wie sieht eine Zukunft aus, in der alle Forderungen von Ende Gelände gesetzt wurden?

von

Als wir von der GRÜNEN JUGEND mit Ende Gelände letztes Jahr zweimal die Tagebaue und Kohlebahnen der rheinischen Reviere blockierten, fanden wir dort eine bunte Bewegung vor. Postwachstums- und Degrowth-Aktivist*innen beschäftigten sich mit Wirtschaft ohne Wachstum. Solidarische Landwirtschaft, Waldbesetzungen und antirassistische Kampagnen wurden vorgestellt. Queerfeministischer Alltag mit Quoten und FIT-Bereich war angesagt. Die „Pacific Climate Warriors“ von den Fidschis zeigten, dass die Klimakrise eine Frage der globalen Gerechtigkeit ist. Entscheidungen wurden im Konsens getroffen, nicht nach dem Mehrheitsprinzip. Das funktioniert mit gutem Willen und cleveren Verfahren. Wir arbeiteten zusammen. Und teilten die Früchte unserer Arbeit solidarisch. Beliebt war die Parole vom „Guten Leben für alle“, dem „Buen Vivir“. Und auch davon war eine Menge zu spüren beim morgendlichem Yoga, wenn die beste vegane Aktionsküche aller Zeiten die Spenden regionaler Bauern verkochte oder beim Socken-Zocken-Catchen. Ungefähr so sähe wohl unsere Wunschvorstellung einer besseren Welt aus. Wir wollten Utopien träumen, Zukunftsbilder malen, Visionen leben. Bei Ende Gelände fällt das leicht. 4000 Idealist*innen mit einer Aufgabe: die Kohleverbrennung lahmlegen – meist in der freien Natur, monatelang vorbereitet, spendenfinanziert. …

Unsichtbare Spielerinnen

von

Alle reden von der “Fußball-WM”, meinen damit aber eigentlich die Herren-Fußball-WM. Weibliche Profisportler_innen bleiben lange unsichtbar. Bestes Beispiel sind die zwei WM und acht EM-Titel der Frauen-Fußballnationalmannschaft. In einem Gastbeitrag für den SPUNK schreibt deshalb die Grüne NRW-Landtagsabgeordnete Josefine Paul über Spitzensportlerinnen als Grenzgängerinnen.