Autor: Gustav Berger

Sonntagsarbeitsverbote sind reaktionär

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Arbeit ist anstrengend. Die meisten Menschen haben lieber Freizeit als zu arbeiten, was der Hauptgrund dafür ist, dass Arbeit bezahlt wird. Da in unserem kapitalistischen System Menschen auf Geld angewiesen sind, ist es durchaus sinnvoll, den Unternehmen Schranken zu setzen, um die Arbeitnehmer*innen nicht noch mehr auszubeuten. Verpflichtende arbeitsfreie Tage sind daher grundsätzlich zu begrüßen. Nicht zu einer säkularen und modernen Gesellschaft, die wir als Grüne Jugend anstreben, passt es allerdings, allen Menschen an den selben Tagen die Arbeit zu verbieten. Der Sonntag ist von der christlichen Tradition als Feiertag vorgegeben. Um die Religionsfreiheit zu gewährleisten, ist es sicherlich richtig, den vielen Christ*innen in unserer Gesellschaft die Möglichkeit zu geben, sonntags frei zu haben. Genauso müssen aber auch Muslim*innen die Möglichkeit haben, freitags frei zu haben, und Juden*Jüdinnen am Samstag. Nicht-christliche Menschen werden hier also durch die kategorische Festlegung des Sonntags als Feiertag diskriminiert. Außerdem führt der arbeitsfreie Sonntag noch zu ganz anderen Problemen. Wer kinderlos und ungebunden, an seinem freien Tag spazieren gehen möchte oder diverse Freizeitangebote nutzen will, wird zwangsläufig damit konfrontiert, dass …