Autor: Jan Weimer

Neokolonialismus – Was habe ich eigentlich damit zu tun?

von

Neokolonialismus, Neoliberalismus – was bedeutet das eigentlich? Und können wir uns davon abgrenzen? Nehmen wir teil, sind wir gar mitverantwortlich für die schlechten Lebensverhältnisse in den so genannten Entwicklungsländern? Und falls ja, was können wir eigentlich gegen Ausbeutung und Armut unternehmen? Neokolonialismus und Neoliberalismus – eine Begriffsannäherung Mit Neokolonialismus bezeichnet man die Ausbeutung bzw. die moderne Kolonialisierung vor allem von so genannten Entwicklungsländern. Dabei wird sich moderner Instrumente wie z.B. der Finanzwirtschaft oder rechtlicher Regelungen bedient. Die (globale) Wirtschaftsordnung, die diesen Neokolonialismus erst ermöglicht, wird grob als Neoliberalismus bezeichnet. Beide Begriffe sind eher schwammig – was eine Person damit genau bezeichnet, ist oft sehr unterschiedlich, deshalb sind sie oft nicht sachdienlich. Wichtig ist die erste Erkenntnis: Entwicklungsländer profitieren nicht von der Globalisierung: Weder von der wirtschaftlichen, noch von der ideologischen oder kulturellen. Die Ausgaben für Entwicklungshilfen sind nur ein Bruchteil verglichen mit dem Kapital, das wir aus den ärmsten Ländern der Welt ziehen und ihre Kulturen gehen oft im Hype der Westlichen unter. Kostenvorteile oder Merkantilismus Man hört oft in ökonomischen Debatten: „Jedes Land produziert, …