Autor: Jonas Graeber

Bild: Gerd Altmann via pixabay.com

Warum die Polizei wissen will, ob du links bist.

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Was bedeutet politisch motivierte Kriminalität? Die PMK-Statistik ist inzwischen ein wesentliches Element der Polizei-Arbeit. PMK (ausgeschrieben: “Politisch motivierte Kriminalität”) ist eine Kategorisierung von Straftaten und Handlungen, die von der Polizei in bestimmten Fällen als „Links“, „Rechts“ und „Ausland“ bezeichnet und die betroffenen Personen mit eben dieser Einordnung abgespeichert werden. In der Theorie… Grundsätzlich hat die Polizei sich nicht für die politische Orientierung eines Menschen zu interessieren. Auch dann nicht, wenn dieser Mensch eine Straftat begeht, denn genau das sollte eigentlich die Stärke unseres Rechts sein: Unser Recht behandelt alle Menschen gleich – unabhängig von ihrer Sexualität, Religionszugehörigkeit, Hautfarbe oder eben auch der politischen Einstellung. Warum also will das BKA wissen, welche politische Einstellung Menschen haben, warum speichern sie in manchen Fällen, welche sexuelle Orientierung Menschen haben, und was hat das alles mit der GRÜNEN JUGEND zu tun? …und in der Praxis Dass die Praxis häufig anders aussieht als die Theorie, müssen nicht nur Schwarze Menschen und People of Color (PoC) häufig bei rassistischen Kontrollen, dem sogenannten Racial Profiling erfahren. Auch linke Aktivist*innen bekommen dies, vor …

Innenpolitik? Zeit für einen Gegenentwurf!

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Vorwort In den letzten Monaten ist ein Thema dauerpräsent: Sicherheit! Der Schutz vor Terror und Kriminialität ist nicht nur zu einem beliebtem Thema verschiedener Talkshows geworden. Er zeigt sich auch in Polizeigesetzen, die eine Beschneidung von Freiheitsrechten zugunsten unwirksamer Sicherheitsplacebos vorsehen und einer Politik, die sich nur noch einen Wettbewerb darin liefert, wer am härtesten und am schnellsten durchgreifen kann. Umso wichtiger ist es, dass wir als GRÜNE JUGEND Klarheit schaffen, was unsere Position und unsere Rolle in dem aktuellen Diskurs ist. In unserer Position stellen wir uns klar hinter die Gegenmobilisierung, die zu den Polizeigesetzen – etwa in Bayern, NRW oder Niedersachsen – stattgefunden hat. Wir als Bundesvorstand wollen da Potenzial aufgreifen, das in dieser Bewegung liegt, und deshalb mit diesem Papier zur Debatte anregen. 1. Sicherheit ist relativ und subjektiv Absolute Sicherheit existiert nicht. Deshalb ist der aktuelle Diskurs um die Garantie von Sicherheit inhaltlich hinfällig. Sicherheit muss immer im Kontext von Freiheit betrachtet werden. Denn Sicherheit und Freiheit bedingen sich ebenso, wie sie sich gegenseitig einschränken. Deshalb fordern wir zu Recht einen …

Auf geht’s, ab geht’s… – Bericht von den Kohleprotesten

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Vom 24.-29. August beteiligte sich die GRÜNE JUGEND an den Aktionstagen rund um die Kohleproteste im Rheinischen Braunkohlerevier. Das Klimacamp, das schon von der Degrowth Summer School mit aufgebaut worden war, war auch in diesem Jahr wieder zentraler Punkt für eine Klima-Bewegung, die 6000 Aktivist*innen vor Ort umfasste. Es waren die größten Klimaproteste die das Rheinland je erlebt hat und ein riesiger Erfolg für die Klimagerechtigkeitsbewegung. Das Rheinische Braunkohlerevier sorgt lokal (wir berichteten) und global für massive Umwelt- und Sozialschäden. Etliche Dörfer wurden im Rheinland bereits abgebaggert und vollkommen zerstört, Ökosysteme wie der Hambacher Forst fallen der Kohle zum Opfer und die ökologischen Langzeitfolgen, bspw. für das Trinkwasser, sind teilweise nicht abzusehen. Und auch global befördert die Braunkohleverstromung in massivem Maße den Klimawandel. Wenn es um die Begrenzung der Klimakrise geht, dann geht es auch immer um Gerechtigkeit und darum Antworten auf gesellschaftspolitische Fragen zu finden. An den Tagen haben wir klar gemacht, dass die Klimagerechtigkeitsbewegung von Solidarität, Demokratie und radikalen Umweltschutz lebt.  Das reicht von der basisdemokratischen Organisation der  Proteste selber bis zum solidarischen Camp-Finger, der dafür sorgte, …