Autor: Kira Wesbuer

Kapstadt - von Andreas Tusche - CC BY-SA

Wem gehört das Wasser?

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Die Trinkwasserversorgung in Kapstadt steht kurz vor dem Zusammenbruch. Eine lange Dürre hat die Metropole buchstäblich ausgetrocknet. Schon jetzt müssen alle Menschen in der Stadt, egal ob reich oder arm, mit 40 Liter Wasser am Tag auskommen. Zum Vergleich: In Deutschland verbraucht der Durchschnittsmensch das dreifache am Tag. Dieser rationierte Verbrauch trifft vor allem die Reichen Einwohner hart: Sie erfahren nun, was in den Townships der Stadt Alltag ist. Regnet es nicht bald, kommt Ende April der „Day Zero“. An diesem Tag, vor dem sich die Behörden schon länger fürchten, müssten die Wasserhähne abgestellt werden. Menschen könnten nur noch an öffentlichen Sammelstellen Wasser holen. Hauptverursacher der Krise ist der Klimawandel: Die ganze Region im südlichen Afrika wird immer trockener. Gleichzeitig gibt es kaum nachhaltige Ideen zur Lösung des Problems: Südafrika verbraucht jährlich mehrere Milliarden Kubikmeter Wasser mehr als eigentlich verfügbar ist, verbraucht also seine Reserven. Neben dem hohen Verbrauch von Privathaushalten durch die wachsende Bevölkerungszahl ist der Verbrauch der Landwirtschaft, der rund die Hälfte ausmacht, ein weiteres großes Problem. Es gibt kaum ökologische und nachhaltige …

Jugend Rettet e.V.

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Jugend Rettet e.V. wurde von Berliner Jugendlichen im Herbst 2015 aufgrund von Katastrophen im Mittelmeer mit vielen Toten gegründet. Seither wächst die Organisation und die Studierenden betreiben weiter Seenotrettung an den großen Flüchtlingsrouten. Was treibt ihre Mitglieder an? Wie stehen sie zu Europa? Und was erwarten sie von Jugendlichen und den Jugendorganisationen der Parteien? Ein Interview mit Sarah Fischer, der Sprecherin von Jugend Rettet. Wie bist du zu Jugend Rettet gekommen? Zu Jugend Rettet bin ich im Oktober 2015 durch das erste offene Treffen gekommen. Kurz vorher hatte ich mich noch lokal engagiert. Ich hatte mich immer gefragt, wie man noch vorher helfen kann, bei den Migrationsrouten selbst. Jugend Rettet war für mich von Anfang an eine gute Möglichkeit, mit meinen Fähigkeiten direkt zu partizipieren und etwas zu verändern. Wie sieht deine Tätigkeit dort aus? Bei Jugend Rettet bin ich vor allem für die Öffentlichkeitsarbeit und das Fundraising wie z.B. durch Betterplace verantwortlich. Wir arbeiten alle im Team und je nachdem, wie es zeitlich aussieht übernehmen wir verschiedene Aufgaben. Dabei kann es sich sowohl um …