Autor: Marcel Duda

Seminarbericht „Money Makes the Politik go round“

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Dieser Artikel knüpft an den hier [Money makes the Politics Go Round – Teil 1] begonnenen Bericht zum Seminar “Money Makes The Politik Go Round – Oder Auch Nicht” vom 6.-8.6. in Erfurt an. Nach der Vermittlung von Grundkenntnissen am Freitag und einem guten inhaltlichen Start am Samstagvormittag mit Stephan Lindner fuhren wir mit einem Block zu internationaler Geldpolitik fort. Block 2: Internationale Geldpolitik Geldpolitik geschieht nicht im luftleeren Raum, sondern vielmehr sind die Volkswirtschaften verschiedener Währungsräume durch Außenhandel miteinander verbunden. Folglich gibt es auch Auswirkungen der Geldpolitik eines Währungsraumes auf die Wirtschaft anderer Räume und deshalb müssen internationale Aspekte bei diesem Thema stets mitgedacht werden. Die Theorie und Praxis internationaler Geldpolitik brachte uns Ousmène J. Mandeng (Managing Director bei Pramerica Investment, ehemals beim IWF) in einem längeren Grundlagenvortrag näher. Er stellte dabei zu Beginn den Einfluss währungsfremder Geldpolitik über den Wechselkurs zum Beispiel auf das Preisniveau heraus und unterstrich die hiesige Bedeutung der internationalen Geldpolitik mit der Offenheit der deutschen oder auch zum Beispiel der niederländischen Wirtschaft. Im Folgenden ging Ousmène auf die Entwicklung …

Seminarbericht „Money Makes the Politik go round“

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Die Teilnehmenden bekamen durch vier spannende Inputs einen Überblick über Geldpolitik. Das Seminar behandelte sowohl europäische als auch internationale Geldpolitik und gab auch einen Einblick in die Positionen der GRÜNEN Bundestagsfraktion. Darüber hinaus beschäftigten wir uns mit alternativen Konzepten der Geldpolitik und streben eine Positionierung der GRÜNEN JUGEND in der kommenden Zeit an.

Im folgenden möchten wir euch einen detaillierteren Überblick über die jeweiligen Teile des Seminars geben.

Fakten statt Populismus

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Um die Eurokrise kursieren viele Mythen, Halbwahrheiten und Falschdarstellungen. Wer Anti-Euro-Populismus entkräften will, kann dies am besten mit fundierten Gegenargumenten erreichen. Deshalb nenne ich in diesem Artikel drei weit verbreitete Irrtümer und widerlege sie knapp. Ich hoffe, euch damit im Kampf gegen rechte Stimmungsmache weiterhelfen zu können. 1.Mythos: „Die Eurokrise ist im Kern eine Schuldenkrise.“ Diese Behauptung ist zumindest teilweise wahr. In der Tat handelt es sich bei der Eurokrise um eine Schuldenkrise. Allerdings sind nicht die Staatsschulden, sondern die Privatverschuldung entscheidend. Sie stieg während der letzten Jahrzehnte im Zuge von Finanzmarktderegulierungen weltweit. [1] Eine ähnliche Entwicklung fand vor der ersten großen Weltwirtschaftskrise der 1930er statt. Damals wie heute kann ein auf hohen Schulden aufgebautes Finanzsystem nicht funktionieren, weil einzelne Bankenpleiten andere Banken so stark in Mitleidenschaft ziehen, dass sie kein Geld für Kredite an Unternehmen übrig haben. Erst durch die Bankenrettungen wurden Privatschulden zu Staatsschulden. Zusammen mit Spekulationen gegen einzelne Staaten bewirkte dies steigende Zinssätze auf Staatsanleihen (mit ihnen leihen sich Staaten Geld von Banken oder Privatpersonen). Finanziell solide Staaten wie Irland oder Spanien …

ABC der EU-Flüchtlingspolitik

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  Die Europawahl steht vor der Tür. Rechtspopulist*innen, welche in ganz Europa versuchen, Menschen als wirtschaftliches Problem zu definieren, können vermutlich deutlich gestärkt aus ihr hervorgehen. Das liegt auch daran, dass große Teile ihrer menschenfeindlichen Programme bereits durch die europäische Asylpolitik verwirklicht werden. Während in großen Teilen der Welt Armut, Vertreibung und Krieg an der Tagesordnung sind, drückt sich die europäische Union vor ihrer Verantwortung, hilfsbedürftigen Menschen Schutz zu bieten. Sie argumentiert dabei mit den gleichen pseudoökonomischen Argumenten wie die Rechtspopulist*innen. Europa sei ihrer Meinung nach wirtschaftlich unfähig, mehr Flüchtlinge als bisher aufzunehmen. Auf der anderen Seite hat die europäische Union genug Geld, um in einen paramilitärischen und geheimdienstähnlichen Überwachungs- und Fluchtverhinderungsapparat zu investieren und Europa so mehr und mehr zur Festung zu machen. Diese Politik verstößt gegen alle Werte, die die EU vorgibt zu vertreten. Sie ist menschenrechtswidrig und wird daher zurecht von den Grünen und der Grünen Jugend kritisiert. Die Grüne Jugend räumt dem Asylthema sogar einen Platz als Leitthema ihres Europawahlkampfes ein. Allerdings scheitert eine Behandlung des Themas häufig nicht nur an …