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Jahresrückblick auf Ende Gelände

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  2018 ist vorbei und die Klimaproteste von Ende Gelände und Hambi bleibt haben gezeigt wieviel wir gemeinsam erreichen können. Nun stehen wir am Anfang eines neuen Jahres, indem wir weiter für das Ende der Kohle und Klimagerechtigkeit kämpfen werden. Bevor wir uns aber in die Kämpfe von 2019 stürzen, können wir nun noch einmal gemeinsam auf die Erfolge des vergangenen Jahres zurückblicken:     01. Gute Stimmung auf dem Weg zur Kohle-Infrastrukur. Ob Bagger, Gleise oder Hambi besetzt werden sollen, weiß hier bislang noch niemand. 02. Es sind so viele wie noch nie. 6.500 Menschen schätzt Ende-Gelände. Eine Klimabewegung steht auf. 03. Auch die legale Demo die in Buir startet, ist riesig. 04. & 05. Meanwhile im Hambi. 06. Der erste Finger mit dem Fronttranspi – jede Gliederung des Protests läuft unter einem Motto. 07. Der Hambi bleibt. 08. Wenn der Hambacher Forst eine erneute Großdemo trägt. 09. Der rote Finger wird es schon bald bis zu den Gleisen der Hambachbahn schaffen. 10. Das Camp – nach Räumung und Wiederaufbau steht die Struktur innerhalb …

End Climate Injustice - von Jon Tyson - CC0

Wie sieht eine Zukunft aus, in der alle Forderungen von Ende Gelände gesetzt wurden?

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Als wir von der GRÜNEN JUGEND mit Ende Gelände letztes Jahr zweimal die Tagebaue und Kohlebahnen der rheinischen Reviere blockierten, fanden wir dort eine bunte Bewegung vor. Postwachstums- und Degrowth-Aktivist*innen beschäftigten sich mit Wirtschaft ohne Wachstum. Solidarische Landwirtschaft, Waldbesetzungen und antirassistische Kampagnen wurden vorgestellt. Queerfeministischer Alltag mit Quoten und FIT-Bereich war angesagt. Die „Pacific Climate Warriors“ von den Fidschis zeigten, dass die Klimakrise eine Frage der globalen Gerechtigkeit ist. Entscheidungen wurden im Konsens getroffen, nicht nach dem Mehrheitsprinzip. Das funktioniert mit gutem Willen und cleveren Verfahren. Wir arbeiteten zusammen. Und teilten die Früchte unserer Arbeit solidarisch. Beliebt war die Parole vom „Guten Leben für alle“, dem „Buen Vivir“. Und auch davon war eine Menge zu spüren beim morgendlichem Yoga, wenn die beste vegane Aktionsküche aller Zeiten die Spenden regionaler Bauern verkochte oder beim Socken-Zocken-Catchen. Ungefähr so sähe wohl unsere Wunschvorstellung einer besseren Welt aus. Wir wollten Utopien träumen, Zukunftsbilder malen, Visionen leben. Bei Ende Gelände fällt das leicht. 4000 Idealist*innen mit einer Aufgabe: die Kohleverbrennung lahmlegen – meist in der freien Natur, monatelang vorbereitet, spendenfinanziert. …

Ende Gelände - von Tim Wagner - CC BY-NC

Utopie bleibt Handarbeit

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Mit Ende Gelände Zukunft erkämpfen Dieser Artikel wurde ursprünglich veröffentlicht im gedruckten SPUNK 01/2018. Die alten Gewissheiten gelten nicht mehr. Das Klima ändert sich sehr viel schneller und die Auswirkungen sind sehr viel heftiger, als es noch vor wenigen Jahren überhaupt für möglich gehalten wurde. Das Erreichen des als Grenze zum Chaos angesehenen 2-Grad-Ziels rückt in immer weitere Ferne; gleichzeitig wird klar, dass schon eine Erwärmung um weniger als 2 Grad katastrophale Folgen nach sich ziehen wird. Selbst Klimawissenschaftler*innen haben das Ausmaß und die Geschwindigkeit unterschätzt, mit der die Bedrohung auf uns zukommt. Der Kampf gegen die Klimakrise ist die große Aufgabe unserer Zeit, doch noch immer verweigern sich weite Teile von Politik und Gesellschaft diesem Kampf. Um das zu ändern, braucht es neue Protestformen, die aufrütteln und ein weiteres Ignorieren der bevorstehenden Katastrophe unmöglich machen. Ziviler Ungehorsam ist ein solches Mittel. Und so hat sich die GRÜNE JUGEND dem Aktionsbündnis Ende Gelände angeschlossen, mit dem wir seit 2015 friedlich, aber bestimmt mit koordinierten Massenaktionen die Kohleverbrennung stören und blockieren. Ende Gelände ist ein inklusiver …

René (links) und Christian (rechts)

Klimaschutz ist die zentrale Frage unserer Generation

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Vom 30.11.-11.12. treffen sich in Paris 196 Staaten, um ein neues, global verbindliches Klimaschutzabkommen zu beschließen. Wir sind zwei Jusos, die seit mehreren Jahren auf diesen Verhandlungen dabei sind und das Thema auch innerhalb der SPD voranbringen wollen – auch wenn es auf den ersten Blick vielleicht nicht das Thema ist, mit dem Sozialdemokraten in Verbindung gebracht werden.