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Nie, nie, nie wieder Sommerzeit

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Die Sommerzeit. Ihretwegen stellen wir zweimal im Jahr die Uhren um. Warum eigentlich? Ihren Ursprung hat die Sommerzeit vor ungefähr einhundert Jahren, während des ersten Weltkriegs im deutschen Kaiserreich. Eine Stunde „mehr“ Sonnenlicht am Abend bedeutet mehr Produktivität, was gerade in einem Krieg, der zur Materialschlacht wird, nicht unbedeutend ist. Schnell übernahmen andere Staaten das Prinzip, es gab ein hin und her, ab den 1970er Jahren hat sich die Idee international durchgesetzt. Heute schreibt eine EU-Richtlinie die Zeitumstellung vor, auch andere Staaten stellen die Uhren um. Generell lässt sich sagen, dass Staaten, die näher am Äquator liegen, die Zeitumstellung eher nicht durchführen, als welche, die weiter davon entfernt sind. Das ist insofern sinnvoll, als es in der Nähe des Äquators praktisch keine Jahreszeiten gibt, je näher man sich am Nord- oder Südpol befindet aber die Dauer des Tageslichts umso stärker von der Jahreszeit abhängt. Um eine Tatsache direkt klar zu stellen: Die Zeitumstellung sorgt nicht dafür, dass es mehr Sonnenlicht gibt. Das klingt so wahnsinnig banal, und doch kann man gelegentlich den Eindruck haben, dass …