Alle Artikel in: Netzpolitik

CGRB server room - von Shawn O'Neil - CC-BY

Big Data im Wahlkampf – Auch Grüne können das!?

von

Wie konnte Trump diese Wahl gewinnen? Diese Frage stellen sich immer noch sehr viele Menschen. Zweifelsohne gibt es viele Gründe für seinen Sieg; und jeder für sich ist nicht einfach zu betrachten. Ein wichtiger Aspekt in der Kampagne von Trump war das Micro-Targeting. In einem Artikel, der von vielen Grünen geteilt wurde, wird nun ausgeführt, wie sich die Trump-Kampagne an dieser Methode bedient hat und wie sie funktioniert. Aber auch diese Erklärung ist nicht die einzige und vollumfängliche Erklärung für Trumps Sieg, wie schon andere Analysen festhalten. Der Artikel lässt sich aber auch nicht als „linke Verschwörungstheorie“ verharmlosen. Ein wichtiger Teil des Micro-Targetings ist die Datenanalyse und -auswertung. Als Student der Wirtschaftsinformatik spezialisierte ich mich auf Business Intelligence (BI), also der Wissenschaft zur Analyse von großen Datenmengen, eben „Big Data“. Dabei ist die Erkenntnisgewinnung und Entscheidungsunterstützung das Ziel bei der Analyse und Auswertung großer Datenmengen. Big Data ist aber auch nicht per se was schlimmes: Auch das Präferenzwahlsystem ist ein Bereich von Big Data Analysen. Ich entschied mich für diese Spezialisierung, weil mich die Kampagne …

VNX2QDGS0J - von Ibrahim Boran - CC0

Damit die nächsten Panama Papers ans Licht kommen: Ein Whistleblowerschutz für ganz Europa!

von

Keine Demokratie ist perfekt. Es wäre die falsche Lehre aus den Panama Papers, dass man unethisches Verhalten komplett verhindern könnte. Der Wert unserer Demokratie misst sich vielmehr daran, wie wir mit den Menschen umgehen, die unangenehme Wahrheiten aussprechen, die Skandale ans Licht bringen, damit wir Fehler im System korrigieren können. Deshalb hat die Fraktion der Grünen/EFA im Europaparlament eine Richtlinie zum Schutz von Whistleblower*innen vorgelegt. So richtig überrascht war niemand, als ein internationales Bündnis investigativer Journalist*innen die Panama Papers ans Licht brachte: Steuervermeidung und Briefkastenfirmen sind kein neues Phänomen und der Skandal um die Anwaltskanzlei Mossack Fonseca zeigt nur die Spitze des Eisbergs – wer weiß, wie viele andere Firmen mit identischem Geschäftsmodell Milliardenschäden für die öffentliche Hand produzieren. Dennoch sind Enthüllungen wie die Panama Papers ein enorm wichtiges öffentliches Korrektiv. Sie erzeugen Druck für politische Reformen, um Steuervermeidung endlich wirkungsvoll zu bekämpfen. Das haben bereits die LuxLeaks vor einigen Jahren bewiesen, die dazu beigetragen haben, dass die Steuererleichterungen für Firmen wie Starbucks von der Europäischen Kommission als illegale Staatsbeihilfen eingestuft wurden. Starbucks allein musste …

nazi zombies - Jake or Dinos Chapman show at the White Cube Gallery in London - von Elias Gayles - CC BY 2.0

Nazis in Videospielen

von

Spiele, in denen Nazis vorkommen gibt es viele. Kein Wunder, ist doch der zweite Weltkrieg ein Thema, das oft und gerne medial inszeniert wird. Nazis sind aus unserer Popkultur nicht wegzudenken, wie Zombies und Orcs. Nazis sind super. Wolfenstein ist der Prototyp eines Spiels, in dem Nazis als Gegner auftauchen. Das schöne daran ist, dass es keine weitere Motivation oder Erklärung braucht, warum es legitim ist Gewalt anzuwenden. Nazis sind böse, Gewalt ist legitimiert, Feuer frei. Das schöne daran ist, dass es keine weitere Motivation oder Erklärung braucht, warum es legitim ist, Gewalt anzuwenden. Nazis sind böse, Gewalt ist legitimiert, Feuer frei. Gleiches lässt sich natürlich für Zombies und Orcs sagen. Aus einem abstrakten, völlig austauschbaren “rot gegen blau”-Szenario wird sofort der heroische Kampf gegen das Böse und für die Rettung der Welt. Und all das ohne dass man eine spannende Geschichte erfinden oder tief ausgearbeitete Charaktere zeichnen müsste. Da ist es kein Wunder, dass Nazis beziehungsweise der zweite Weltkrieg ein beliebtes Szenario ist. Doch Moment, Nazis darzustellen ist in Deutschland nicht so einfach, zumindest …

How-to: E-Mail-Verschlüsselung!

von

Jede versendete unverschlüsselte E-Mail ist so öffentlich wie eine Postkarte! Wirklich! Ohne großen Aufwand ist es für Dritte möglich unverschlüsselte E-Mails zu lesen. Verschlüsselt man hingegen E-Mails, so ist die Verschlüsselung wie ein Briefumschlag. Besonders Snowden hat uns vor Augen geführt, dass es vielleicht sinnvoller ist, nicht alle seine persönlichen Daten ungesichert zu lassen. Gerade wenn der Aufwand für eine sichere verschlüsselte Kommunikation so gering ist. Grundsätzlich gilt jedoch, dass der Kommunikationspartner die Verschlüsselung unterstützen muss. Insofern: Verschlüsselt alle eure E-Mails! Dieser Artikel gliedert sich in zwei Teile: 1. der theoretische Teil mit Erklärung der Grundlagen (kann auch übersprungen werden) 2. die Anleitung zum Verschlüsseln der eigenen E-Mails 1) Theorie-Kram: Grundlagen der Verschlüsselung Unabhängig von genauen Algorithmen unterscheidet man zwei grundlegene Arten der Verschlüsselung: Bei der symmetrischen Verschlüsselung verwenden Sender_in und Empfänger_in die gleichen geheimen Schlüssel zur Verschlüsselung der Nachricht. Vorteil: hohe Geschwindigkeit/wenig rechenintensiv; Nachteil: Schlüsselmanagement Bei der asymmetrischen Verschlüsselung besitzen Empfänger_in und Sender_in jeweils ein Schlüsselpaar, bestehend aus einen öffentlichen und einen privaten Schlüssel. Die Sender_in verschlüsselt die Nachricht mit dem öffentlichen Schlüssel der …