Alle Artikel in: Ökologie

Regionale Auswirkungen von Braunkohle im Rheinischen Revier

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Die Kraftwerke im Rheinischen Braunkohlerevier heizen mit ihren exzessiven CO2 Emissionen den globalen Klimawandel ein. Doch auch die lokalen Folgen von Braunkohleabbau sind verheerend. Im Rheinischen Revier gibt es drei riesige Tagebaue: Hambach, Inden und Garzweiler. Für deren Ausbau sind seit den 1950ern fast 40.000 Menschen umgesiedelt worden. Gewachsene Gemeinschaften wurden dafür auseinandergerissen, komplette historische Dörfer wurden abgerissen. Zwölf weitere Ortschaften sollen noch abgebaggert werden, darunter Immerath mit seinem unter Denkmalschutz stehendem “Dom”. Tagebaue ist gravierender Eingriffe in Kulturlandschaften und Ökosysteme. Fruchtbares Ackerland wird abgegraben, der uralte, artenreiche Hambacher Forst wird abgeholzt. Damit die Tagebaue nicht vollaufen, werden sie „gesümpft“, d.h. das Grundwasser wird bis in eine Tiefe von 500 Metern abgepumpt. Der sinkende Grundwasserspiegel beeinträchtigt die Vegetation bis in die Niederlande hinein.  Nach Beendigung der Tagebaue wird es Jahrhunderte dauern, bis die Wasserreserven sich erholen. Mit der Bewältigung der Folgen des Braunkohlenbergbaus werden die nachfolgenden Generationen noch lange zu tun haben („Ewigkeitskosten“).  Doch RWE Power hat dafür kaum Rücklagen gebildet. Alleine um die durch die Sümpfung betroffene Feuchtgebiete an Schwalm und Nette künstlich zu …

Ende Gelände 2016 - von Ende Gelände - CC BY-NC 2.0

Ungehorsam Geschichte schreiben

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Für die Klimagerechtigkeit im August Kohleinfrastruktur im Rheinland blockieren – Artikel der Presse-AG von Ende Gelände. Wenn Ende August tausende Menschen die monströse Kohlemaschinerie im Rheinland vorübergehend zum Stillstand bringen, dann wird auch die GRÜNE JUGEND wieder dabei sein. Es ist wichtig, dass gerade wir junge Menschen ein Zeichen setzen gegen die Zerstörung von Lebensgrundlagen. Die Bagger in den Braunkohle-Tagebauen, die Schienen und die Kraftwerke sind Punkte, an denen die globale Ungerechtigkeit greifbar wird. In Deutschland, wo weltweit die meiste Braunkohle gefördert wird, ist es höchste Zeit, diese vor-moderne Form der Energiegewinnung zu beenden. Gesicht zeigen für die Weltrettung! Ich bin im Jahr 2015 selber von der Polizei im Tagebau Garzweiler gekesselt worden. Auch wenn ich solidarisch mit den vielen bin, die keine Personalausweise dabeihaben wollten, hatte ich meinen mit. Denn für diesen Protest stehe ich aus voller Überzeugung. Die wissenschaftlichen Fakten sind klar: Weil wir Strom aus Braunkohle bekommen, sterben Menschen: In den Fluten von Bangladesch, in den Dürren der Sahel-Zone oder an Asthma im Ruhrgebiet. Dagegen lohnt es sich, Gesicht zu zeigen! Und …

Korenaren - von jankie - CC BY-NC-ND 2.0

Landgrabbing – Es geht um mehr als nur um Boden

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Ausländische Konzerne pachten riesige Agrarflächen, zerstören damit die Existenzgrundlage vieler Millionen Kleinbauern, während nationale wie internationale Regierungen wohlwollend zusehen – wie kann das sein? „Du bist, was du isst.“ – Was aber, wenn die verfügbare Nahrung nicht zum Überleben und schon gar nicht zu einem menschenwürdigen Sein reicht? 95 Millionen Menschen leiden derzeit weltweit unter Hunger – 98 % davon leben in Ländern des Globalen Südens; in Afrika haben sie dabei mit 20% den höchsten Anteil an der Bevölkerung. Hunger stellt zudem das größte Gesundheitsrisiko dar – größer als das von Aids, Malaria und Tuberkulose zusammen. Gerade in den Ländern, die am meisten vom Hunger betroffen sind, haben oft ausländische Firmen gigantische Agrarflächen gepachtet – angeblich zum Bekämpfen des Welthungers, für die Produktion von Exportgütern, sogenannten Cash Crops (Kaffee, Kakao, Bananen etc.), zum Sichern der Ernährung durch den Anbau von Grundnahrungsmitteln oder zur Herstellung von Agrarbiosprit in investierenden Ländern wie den USA und den Industriestaaten Europas und der Golfregion. Betroffen sind vor allem Länder, deren Ernährungssituation laut der FAO (Food and Agricultural Organization, Teilorganisation der …

René (links) und Christian (rechts)

Klimaschutz ist die zentrale Frage unserer Generation

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Vom 30.11.-11.12. treffen sich in Paris 196 Staaten, um ein neues, global verbindliches Klimaschutzabkommen zu beschließen. Wir sind zwei Jusos, die seit mehreren Jahren auf diesen Verhandlungen dabei sind und das Thema auch innerhalb der SPD voranbringen wollen – auch wenn es auf den ersten Blick vielleicht nicht das Thema ist, mit dem Sozialdemokraten in Verbindung gebracht werden.

Das EEG 5.0

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Das EEG 5.0 droht die Dezentralisierung der Energiewende zu bremsen oder gar zu verhindern. Die Energiewende wird aber nur gelingen, wenn sie gerade auf diese dezentralen Strukturen und eine Bürger*inneneinbindung setzt. Um das voranzutreiben brauchen wir ein breites gesellschaftliches Bündnis, aber auch ein EEG, das das unterstützt. Theresa Kalmer hat zusammen mit der stellvertretenden Juso-Bundesvorsitzenden Charlotte Rosa Dick haben zu der heutigen Verabschiedung der EEG-Reform im Bundestag ein Statement verfasst.