Alle Artikel in: Wirtschaft

Sonntagsarbeitsverbote sind reaktionär

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Arbeit ist anstrengend. Die meisten Menschen haben lieber Freizeit als zu arbeiten, was der Hauptgrund dafür ist, dass Arbeit bezahlt wird. Da in unserem kapitalistischen System Menschen auf Geld angewiesen sind, ist es durchaus sinnvoll, den Unternehmen Schranken zu setzen, um die Arbeitnehmer*innen nicht noch mehr auszubeuten. Verpflichtende arbeitsfreie Tage sind daher grundsätzlich zu begrüßen. Nicht zu einer säkularen und modernen Gesellschaft, die wir als Grüne Jugend anstreben, passt es allerdings, allen Menschen an den selben Tagen die Arbeit zu verbieten. Der Sonntag ist von der christlichen Tradition als Feiertag vorgegeben. Um die Religionsfreiheit zu gewährleisten, ist es sicherlich richtig, den vielen Christ*innen in unserer Gesellschaft die Möglichkeit zu geben, sonntags frei zu haben. Genauso müssen aber auch Muslim*innen die Möglichkeit haben, freitags frei zu haben, und Juden*Jüdinnen am Samstag. Nicht-christliche Menschen werden hier also durch die kategorische Festlegung des Sonntags als Feiertag diskriminiert. Außerdem führt der arbeitsfreie Sonntag noch zu ganz anderen Problemen. Wer kinderlos und ungebunden, an seinem freien Tag spazieren gehen möchte oder diverse Freizeitangebote nutzen will, wird zwangsläufig damit konfrontiert, dass …

Freie Sonntage sind gut für das familiäre Zusammenleben

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Das Bundesverwaltungsgericht schränkt die Sonntagsarbeit ein. Finde ich super! Natürlich denke ich mir als Studi auch: warum soll ich nicht auch sonntags arbeiten dürfen? Da hätte ich die meiste Zeit dafür. Aber genau das ist der Punkt. Warum hat man am Sonntag die meiste Ruhe? Genau, weil es kein allgemeiner Arbeitstag ist, sondern nur bestimmte Berufsgruppen arbeiten dürfen oder auch müssen. Wenn man die Idee von frei wählbaren freien Tagen statt gesetzlicher (meist dem christlichen Kirchenjahr entsprungener) Feiertage auf die Wochenarbeitstage überträgt, klingt das im ersten Moment durchaus nach einer charmanten Idee. Jede*r darf selbst entscheiden, wann sie*er ihren*seinen freien Tag in Anspruch nehmen möchte. Auf den zweiten Blick erscheint diese Idee aber auch meiner Vorstellung von freier Lebensgestaltung nicht mehr so zuträglich. Davon abgesehen, dass es keinen stichhaltigen Grund (mehr) gibt, warum es der Sonntag sein muss, scheint mir ein fester Tag aber gesellschaftlich sehr sinnvoll. Schon aus familienpolitischer Sicht ist ein gemeinsamer freier Tag ein sehr hohes Gut! Ein Tag, an dem alle Familienmitglieder – sei es die klassische, die Patchwork-, die Regenbogen- …