Berichte, Soziales
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Die GJ Regensburg: Für kulturelle Freiräume & Sozialwohnungen.

Zur Zeit sind wir bei der GRÜNEN JUGEND Regensburg etwa 15 junge, aktive Menschen aus Regensburg und der Umgebung. Wir treffen uns jeden zweiten und vierten Donnerstag im Monat um 19 Uhr im Grünen Büro in Regensburg und halten uns bei den Treffen immer auf dem Laufenden was politische Entwicklungen in Regensburg angeht und planen unsere Aktionen. Da Regensburg Universitätsstadt ist, arbeiten wir gut mit der Grünen Hochschulgruppe, der Bunten Liste (einer parteiunabhängigen alternativen Hochschulgruppe) und anderen Organisationen zusammen. Wir wollen aber auch, dass Schüler*innen und Auszubildende dabei nicht unter den Tisch fallen: Wir wollen nicht nur den Erhalt des Semestertickets, wir wollen dass alle günstig (bzw. wenn sie unter 18 sind kostenlos) den ÖPNV nutzen können.

Wie wohl die meisten Basisgruppen in Bayern sind wir derzeit mit der Kommunalwahl beschäftigt. Insgesamt haben wir es geschafft, elf junge Kandidierende auf die Grüne Stadtratsliste zu bekommen. Mit Judith Werner, Ludwig Simek und Eva König haben es drei davon sogar unter die ersten zehn geschafft. Und wenn alles gut läuft, dann haben wir nach dem 16. März eine eigene junggrüne Stadträtin oder einen junggrünen Stadtrat, die/der unsere Interessen vertritt. Immerhin sind mehr als ein Drittel der Regensburger Bevölkerung unter 30 Jahre jung.

Auf kommunaler Ebene sind bei uns gerade mehrere Themen brisant: Die Einführung von Nachtbussen, Erhaltung und Schaffung von Kulturräumen sowie die Wohnungspolitik.

Eine Initiative zur Einführung von Nachtbussen in Regensburg nimmt derzeit Fahrt auf: Als GRÜNE JUGEND haben wir eine Unterschriftenliste an die Kommunalparlamente gestartet und an nur zwei Nachtinfoständen bisher schon 500 Unterschriften gesammelt. Auch die Regensburger Piraten haben unseren Unterschriftentext übernommen und sammeln fleißig Unterschriften mit. Diese sollen nach der Wahl dem/der neuen Oberbürgermeister*in und dem/der neuen Landrät*in übegeben werden.

Außerdem geht es in der Kulturszene in Regensburg derzeit drunter und drüber: Die Nachricht, dass ein alteingesessenes Programmkino nächstes Jahr schließen soll, hat zwei unserer Vorstandsmitglieder – Eva und Stefan – dazu bewegt, eine Facebook-Seite zum Erhalt des Ostentorkinos zu gründen, die schon nach wenigen Tagen 10.000 facebook-Likes hatte und jetzt bei über 12.000 steht. Daneben fehlt aber auch generell Platz für junge Kultur in Regensburg: Wir unterstützen daher die Idee, aus einem bald leerstehenden Krankenhaus in der Regensburger Altstadt ein soziales und kulturelles Zentrum zu machen. Obwohl viele Kulturschaffende diese Idee protegieren, ist das in der Regensburger Stadtpolitik bisher noch nicht auf große Resonanz gestoßen.

Ein Dauerbrenner und Hauptwahlkampfthema, insbesondere für junge Menschen, ist außerdem der knappe Wohnraum und der immer brisanter werdende Wohnungsmarkt in Regensburg. Wir wollen eine höhere Sozialwohnungsquote und Umwandlungsverbote, die es künftig nicht mehr erlauben, Mietswohnungen vom einen Tag auf den anderen in Wohneigentum zu wandeln und weniger zahlungskräftige Anwohner’innen so langsam zu vertreiben. Die Stadtpolitik muss außerdem Sorge dafür tragen, dass eine heterogene Bevölkerung in allen Stadtteilen erhalten wird. Nur dadurch bleibt Gesellschaft lebendig.

Nach der Kommunalwahl ist für uns die Arbeit aber noch nicht vorbei: Vom 11. bis 13. April besucht uns der Landesjugendkongress der GRÜNEN JUGEND Bayern in Regensburg. Wir hoffen auf viele Menschen und ein spannendes Wochenende zum Thema „Europa“ in Regensburg. Damit läutet er für uns auch nach der Kommunalwahl gleich das nächste Thema ein: Beginnend mit dem Europawahlkampf wollen wir uns nach der Kommunalwahl verstärkt europäischen Themenstellungen und vor allem auch der Asylpolitik zuwenden. Auch Regensburg war 2012 ein Zentrum des Refugee Strike und Asylverhandlungen vor dem Verwaltungsgericht sind seitdem zu Recht immer wieder Thema von politischen Diskussionen und von Protesten. Wir wollen zeigen, welche Auswirkungen die unmenschliche Asylpolitik hat, was man dagegen machen kann, und warum das gar nicht so weit weg von uns ist wie viele gerne denken mögen.

Die GJ Regensburg

Jamila Schäfer war lange Mitglied der SPUNK-Redaktion und studiert in Franfurt am Main Soziologie und Philosophie. Sie ist die Bundessprecherin der GRÜNEN JUGEND.

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