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Gender As Told By Science

Übernommen aus der Originalbroschüre

Dieser Text ist die Übersetzung einer Broschüre von CV Vitolo-Hadded von der University of Wisconsin-Madison. Xier forscht dort zu Genetik, zu Gesundheitspolitik und zur Gesundheit von trans Personen. In diesem Text werden Genitalien erwähnt und abgebildet.


Das hier ist eine Broschüre zu Transgenderidentitäten, wie sie von der Wissenschaft gesehen werden.

In der Schule wird den meisten von uns ein sehr grundsätzliches Verständnis von sozialem und anatomischen Geschlecht beigebracht.

Diese Verallgemeinerung ist grundsätzlich okay, aber Biolog*innen werden dir erzählen, dass sie sündhaft unvollständig ist. Also Freund*innen der Wissenschaft –

Übernommen aus der Originalbroschüre

Bevor es los geht: Es gibt ein paar Ausdrücke, die wir besser erst definieren sollten. Insbesondere nutze ich „Geschlecht“ hier anders als einige Leser*innen das gewohnt sind.

Manche Menschen trennen das anatomische und das soziale Geschlecht (im englischen Gender und Sex). Die Argumentation sieht so aus:

SEX beschreibt Anatomie – Reproduktivorgane, Chromosomen and sekundäre Geschlechtsmerkmale. Männlich, weiblich und intersex (also weder männlich noch weiblich) wären Beispiele für (anatomische) Geschlechter.

GENDER beschreibt die Selbstdefinition innerhalb sozialer Rollen – das ist ein kognitiver Prozess. Beispiele für Gender beinhalten Mann, Frau und Nicht-binäre Identitäten (weder Mann noch Frau).

Ich benutze Geschlecht (Gender), wenn ich alle Bezeichner meine, die eine Person nutzt, um sich selbst anatomisch und kognitiv zu beschreiben.

Übernommen aus der originalen BroschüreUnd das tue ich deswegen:

Das körperliche Geschlecht (Sex) ist, wie ich hier erklären möchte, genau so abstrakt wie das Geschlecht (Gender) und willkürliche Einteilungen zwischen anatomischem und sozialem Geschlecht erzeugen eine seltsame Dissonanz zwischen Körper und Geist. Das stellt trans Personen als „falsch zugeordnet“, als krank oder abartig dar, während sich nicht alle „im falschen Körper gefangen fühlen“. Andere trans Personen tun das und wünschen sich medizinische Eingriffe. Wenn wir in Betracht ziehen, was Biolog*innen über Geschlecht wissen, ergibt beides sehr viel Sinn.

Übrigens führt diese Situation zu Erniedrigungen:

Ebenfalls übernommen aus der Originalbroschüre

Obwohl männlich und weiblich keine Geschlechter sind, sind die Worte vergeschlechtlicht.

vergeschlechtlicht, Adjektiv: Sich auf ein bestimmtes Geschlecht beziehen

Selbstverständlich sind Worte wie „Prostata“ oder „Uterus“ noch nützlich, wenn es um Medizin geht, aber diese Organe allein bestimmen nicht das Geschlecht einer Person (kommen wir gleich ausfürhlicher zu!); zudem ist das ein Gespräch zwischen Ärzt*in und Patient*in, hier gibt es ganz viele Möglichkeiten die Unterhaltung zu führen.

Illustration aus der Originalbroschüre entnommen

Für mene Zwecke hier werde ich Sex und Gender ziemlich gleichbedeutend nutzen, weil sie beide die Identität einer Person beschreiben.

So! Jetzt aber!
Ebenfalls aus dem Original übernommen

Wenn es ein zentrales Missverständnis über Geschlecht gibt, dann, dass Wissenschaftler*innen in der Lage sind, Geschlecht zu „messen“ oder noch schlimmer „zu beweisen“.

Übernommen aus dem Original.

 

In Wahrheit gibt es keine Grenze zwischen den Geschlechtern. Nicht mal eine unscharfe

 

Übernommen aus dem UrtextÜblicherweis weisen wir das Geschlecht eines Neugeborenen durch Beobachtung zu, aber das machen wir, weil es einfach ist, nicht weil es exakt ist. Es gibt schlicht keine einzelne Eigenschaft die das Geschlecht bestimmt und mit 350’000 Babys, die jeden Tag geboren werden, ist Einfachheit Trumpf.

Aber für einige Neugeborene ist dieses System sehr schädlich. Zum Beispiel:

Intersexuelle Babies haben keine Genitalien, die sich eindeutig zuordnen lassen, und können Teile von verschiedenen oder schlicht gar keine Reproduktivorgane haben. Sie werden gefährlichen, rein kosmetischen, Operationen ausgesetzt um das Aussehen ihres Intimbausatzes zu verändern. Sehr häufig passiert das ohne informiertes Einverständnis der Eltern.

Übernommen aus dem BookletTrans Personen wird das „falsche“ Geschlecht bei der Geburt zugewiesen, das wäre keine so große Sache, wenn sie da nicht großen rechtlichen Hindernissen und Diskriminierungen ausgesetzt wären, während sie versuchen diesen Fehler zu beheben.

Ein Großteil dieses Schaden ist das Ergebnis von unvollkommenen oder falschen Verständnissen von Geschlecht.

Eine umfassende, wissenschaftliche Sicht erkannt an, dass Geschlecht subjektive Elemente beinhaltet. Viele davon verstehen wir gar nicht umfassend.

Für Biolog*innen ist das menschliche Geschlecht ein wundervolles komplexes Ding und bestimmt sich aus einer Kombination aus diesen Faktoren:

Darstellung übernommen aus der Originalbroschüre Aus biolgischer Sicht besteht Geschlecht aus: Genotyp, Phenotyp, Wahrnehmung und der Umgebung … möglicherweise sogar noch mehr!

Wir fangen mit dem Genotyp an: der Zusammensetzung des Genmaterials einer Person, entstanden während der Reproduktion.

In Schulbiologie lernen wir die Basics von Fortpflanzung. Wir reden über die häufigsten Genotypen und Genitalien als ein Beispiel.

Das ist nicht als eine vollständige Liste gedacht – nur als eine Beschreibung des häufigsten Szenarios.

Tatsächlich ist es so, selbst wenn wir das generischste Elternpaar nehmen, werden die Dinge ziemlich kompliziert. Ziemlich schnell.

Und das ist noch nicht mal eine seltene Anomalie. Die staatlichen Gesundheitsbehörden in den USA schätzen, dass 20 bis 40 Neugeborene mit XXY, XXXY, XXYY oder XXX zur Welt kommen. Jeden Tag.

Ok. Es gibt also mehr Varianz im Erbgut als dir bisher klar war. Trotzdem: Das bedeutet doch, dass Chromosome das Geschlecht bestimmen, richtig? Alle, die XX-Chromosomen haben, werden immer noch einen Uterus und eine Vagina und alle mit XY haben einen Penis und Hoden?

Auch aus dem Original übernommen

Jedes X und jedes Y ist einzigartig und diese genetische Diversität bedeutet, dass es mehr Übereinstimmungen zwischen den Genotypen gibt, als du glauben wirst. Um das zu verstehen, lasst uns betrachen, wie DNS sich in die Körper übersetzt, die wir haben.

Übernommen aus dem Original

Diese Illustration stammt ebenfalls aus dem Originalbüchlein

Phenotyp: die Menge von beobachtbaren Charakteristiken eines Individuum, die sich aus dem Zusammenspiel seines Genotyps mit der Umgebung ergeben.

Alle Genotypen können alle Phänotypen erzeugen.

Übernommen aus dem Original

Zum Beispiel:
Übernommen aus Gender As Told By ScienceDieser Embryo hat einen XX-Genotyp. Am wahrscheinlichsten ist der Phenotyp mit Vagina und Uterus.

Aber einige X Chromosomen haben sich anders entwickelt, das braucht einen kurzen Einstieg in menschliche Fortpflanzung, um es zu erklären.

Übernommen aus "Gender As Told By Science" Das X-Chromosom beinhaltet 800 bis 900 Gene wobei das Y-Chromosom, das einst eine ähnliche Größe hatte, heute nur noch 50-70 beinhaltet.

Manche Evolutionsbiolog*innen gehen davon aus, dass das Y-Chromosom weiter schrumpfen und irgendwann verschwinden wird, aber eine Studie von 2012 sagt: „es ist gekommen um zu bleiben“
Übernommen aus "Gender as Told By Science"

Die Zellen unseres Körpers beinhalten meistens zwei Kopien von jedem Chromosom – eins von jedem Elternteil. Elternzellen teilen sich wie folgt in Spermien und Eizellen auf:

Übernommen aus Gender As Told By Science

Übernommen aus Gender As Told By Science

Zurück zu unserem XX Embryo…

Chromosomen, die direkt nebeneinander sind tauschen Gene. Manchmal.

Übernommen aus Gender As Told By Science

Das führt, unter anderem, dazu, dass ein Baby mit zwei X-Chromosomen einige oder alle Gene haben könnte, die auf einem typischen Y-Chromosom sind.

Ganz ähnlich könnte sich ein Baby mit einen Y-Chromosom ganz ähnlich wie entwickeln, wie eines mit dem gewöhnlichen XX-Genotyp.
Übernommen as Gender As Told By Science

Und selbst wenn sie typische Versionen beider Chromosomen haben, kann die Unempfindlichkeit gegenüber bestimmten Hormonen dazu führen, dass XY-Embryonen einen Uterus und eine Vagina entwickeln.

Sobald du jetzt auch noch drei und vier chromosomale Genotypen (wie XXX oder XYY) mit einrechnest, sind die Möglichkeiten schier endlos!

Übernommen aus Gender As Told By Science

Jetzt, da wir einige der Wege, wieso der Genotyp keine streng-wissenschaftliche Definition für Geschlecht bieten kann, erörtert haben, lasst uns anschauen, wieso der Phenotyp genau so unüberschaubar, undurchschaubar und kompliziert sein kann.
Illustration entnommen aus Gender as told by Science

Wenn Menschen nur zwei Geschlechter hätten, könnten wir das Geschlecht vermutlich durch den Phenotyp bestimmen. Selbst weniger häufige Genitalien könnten, sehr wahrscheinlich, dem einen oder dem anderen zugeordnet werden.

Entnommen aus Gender As Told By Science

Nicht schwarz--weiß wie wir gerne und oft annehmen.

Das führt dazu, dass geschätzt einer von einhundert Menschen einen Körper hat, der nicht in eine 2-Geschlechter-Binarität passt.

Fast alle Embryonen starten mit dem gleichen „prägenitalen Zellhaufen“. Das Vorkommen oder Fehlen bestimmter Hormone veranlasst diese Zellen dazu, sich in einen Penis oder in eine Vagina zu wandeln.

Illustration entnommen aus "Gender As Told By Science"

Anders ausgedrückt: Obwohl Penis und Vulva sehr verschiedenen aussehen, sind es sehr ähnliche Organe, sie sind nur anders geformt.

Einige Personen entwickeln sich auf andere Art und Weise oder beenden ihre Entwicklungen auf verschiedenen Stufen in diesem Prozess.

Illustration entnommen aus Gender As Told By Science Und außen sichtbare Körperteile sagen nicht notwendigerweise etwas über innere Organe aus.

Beispielsweise haben einige Personen mit XY oder XXY Chromosomen und einer teilwesen Unempfindlichkeit gegenüber Androgen (einem Hormon) einen Uterus, einen Eierstock, einen Hodensack, einen Penis und einen Hoden. (Diese Personen brauchen möglicherweise eine operative Öffnung des Vaginaltraktes, um Menstruation zu ermöglichen.)

Auch entnommen aus Gender As Told By Science
Es gibt noch ein anderes wichtiges Organ um das Geschlecht zu bestimmen. Das Gehirn
Hier wird klar, dass eine stabile Trennung von Geschlechtern nicht geht.

Es gibt immer noch einiges, das wir am Gehirn noch nicht verstehen, aber wir verstehen, dass es mit dem Geschlecht zu tun hat. Der nächste Abschnitt ist etwas technisch. Wir kriegen das hin!

auch aus Gender As Told By Science

Eine 2014 veröffentlichte Studie[1] hat die Gehirne von 1000 Menschen zwischen 8 und 22 untersucht.

Skizze aus Gender As Told By Science

Während es keine Unterschiede in den Gehirnen der Kinder gab, wurde festgestellt, dass Frauen ab einem Alter von etwa 14 Jahren Verbindungen zwischen den beiden Gehirnhälften entwickeln. Das legt nahe, dass Logik und Intuition zusammen arbeiten. Männer entwickelten mehr Verbindungen innerhalb der einzelnen Hälften. Das legt nahe, dass diese Gebiete getrennt von einander arbeiten.

Da das in der Adoleszenz statt findet, ist es unklar, ob das gelernt oder veranlagt ist.

Zusätzlich wurde im selben Journal noch eine weitere Studie veröffentlicht. Diese strukturellen Unterschiede ermöglichen keine Verallgemeinerungen im Sinne es eines männlichen oder weiblichen Gehirns.
Tatsächlich können nur 6 von 100 Gehirnen anhand des Volumens einem Geschlecht zugewiesen werden.

Skizze aus Gender As Told By Science übernommen von der PNAS

Die Forscher*innen haben zusätzlich die Vernetzung innerhalb des Gehirns (ähnlich wie in der anderen Studie) mit den grauen Zellen in den äußeren Schichten des Gehirns untersucht.

Ergebnis: Von 4860 Teilnehmenden konnten nur 0,1% eindeutig männlich oder weiblich zugeordnet werden. 70 % hatten Elemente von beidem.

Die Studie zog folgende Schlüsse:

  1. Obwohl es Geschlechtsunterschiede im Gehirn gibt, fallen Gehirne nicht in zwei typische Klassen, eine für männlich und eine für weiblich.
  2. Jedes Gehirn ist ein einzigaritges Mosaik von Eigenschaften, einige könnten bei Frauen im Vergleich zu Männern häufiger sein, andere könnten bei Männern im Vergleich zu Frauen häufiger sein und einige sind dennoch typisch bei beiden.

Stammt auch aus Gender As Told By Science

Obwohl es eine riesige Bandbreite zwischen verschiedenen Gehirnen gibt, gibt es einige faszinierende Feststellungen, wenn wir uns Durchschnitte und Sammeldaten anschauen.

Eine Studie, die 2011 im Journal für psychiatrische Forschung erschien, hat die Gehirne von Transpersonen vor und nach der Hormonersatztherapie verglichen.

Ergebnis: Vor und nach der Hormonersatztherapie waren die Gehirne jeweils ähnlich strukturiert wie die, die zu ihrer Geschlechtsidentität passten.

Übernommen aus Gender As Told By Science

Wir können nicht sinnvoll erörtern, ob das veranlagt, erlernt oder durch äußweew Einflüse bedingt ist, aber es gibt einige Hinweise.

In einem Experiment, das 2014 von der Frontiers of Endocrinology veröffentlich wurde, wurde untersucht, wie transgender Kinder auf den Geruch von Androstadienonen reagieren. Die Chemikalie ist pheromon-artig und dafür bekannt, dass sie im Hyptohalamus je nach Geschlecht verschiedene Reaktionen auslöst.

Ergebnis: In der Adoleszenz war die Reaktion die für die Geschlechtsidentität erwartete. Nicht die, die das bei Geburt zugewiesene Geschlecht nahelegen würde.

Es ist unwahrscheinlich, dass das erlernt oder durch äußere Einflüsse hervorgerufen sein könnte, das legt nahe, dass es sich um Veranlagung handelt.

Gesamtergebnis: Das zeigt uns, dass die Gehirne von Transpersonen einzigartig sind, es sagt nicht viel über weibliche oder männliche Gehirne aus.

Damit haben wir drei Faktoren betrachtet, die uns Aufschluss über Geschlecht geben können: Genotyp, Phenotyp und Wahrnehmung.

Damit bleibt noch eine Sache übrig: Die Umgebung.
Übernommen aus Gender As Told By Science

Die Umgebung wirkt auf verschiedene Arten und Weisen auf Geschlecht aus. Drei davon werde ich jetzt erklären.

  1. Kultur
    Verschiedene Kulturen unterteilen das Geschlechtsspektrum verschieden. Indigene Völker in Nordamerika erkennen zwischen 3 und 5 Geschlechtern an. Dafür gibt es den Überbegriff two-spirit. In der Gegend von Neapel in Italien wurden lange Femminielli anerkannt. Ein Femminiello ist ein schwuler Mann oder eine trans Frau. Man sagt, Femminiello bringen Glück.

PBS hat eine Landkarte für Geschlechtsdiversität unter pbs.org/indepentlens/content/two-spirit_maps-html/ – für diejenigen, die da noch mehr erforschen wollen.

  • GeographieEine 2009 veröffentlichte Studie gab einen ersten globalen Blick auf Geburtenraten und fand heraus, dass der Längengrad die Bestimmung des menschlichen Geschlechts beeinflusst.
    übernommen aus Gender As Told By ScienceGegenden mit langen kalten Wintern, hier blau dargestellt, produzieren mehr männliche Personen. Die Tropen produzieren deutlich weniger Männer.Es wird vermutet, dass das durch das Melatonin, eine Chemikalie, die Schlaf und die Produktion von Hormonen regelt, die mit der weiblichen Entwicklung in Verbindung stehen.
  • genetische Isolation
    Die genetischen Bestandteile von Geschlecht sind geographisch unterschiedlich, je isolierter eine Gemeinschaft ist, desto schneller kann sich ein Gen durch eine Population verbreiten.

 

In Salinas einer Stadt in der dominikanischen Republik gibt es eine sehr viele Guevedoces, Personen, die mit einer Vagina geboren werden, denen aber im Alter von etwa zwölf Jahren ein Penis wächst.

übernommen aus Gender As Told By Science

(Im Wesentlichen regieren sie nicht auf androgene Hormone im Mutterleib und werden dann mit einer Vagina oder nicht näher bestimmten Genitalien, die sich mit den Hormonschüben in der Pubertät zu Penis und Hoden entwickeln.)

Was fangen wir jetzt mit dieser Information an? Geschlecht ist in allen Gattungen kompliziert und Menschen sind keine Ausnahme.

Ja, es gibt Eizellen und Spermien, aber manche Penisse menstruieren und Vaginen kommen mit Hoden und 38,7 Millionen Menschen in den vereinigten Staaten haben keines davon oder kämpfen mit Unfruchtbarkeit.

Wir, als Menschen, benutzen Sprache über unsere Körper, damit wir uns mit anderen über uns verständigen können. Egal ob es ein Kind oder ein alter Freund ist oder irgendwer, der Sprache für sich selbst benutzt, die du nicht erwartest, ist das Beste, was du tun kannst, zuhören.

Zuhören, weil sie dir sagen, wer sie sind und sie kennen sich besser als du sie kennst.

Jemanden lieben bedeutet, lieben wie sie sind, nicht lieben, wie wir glauben, dass die Person sein sollte.

Geschlecht ist kein Chromosom.

Kein Reproduktivorgan.
Oder das, wie es „da unten“ aussieht, wenn du geboren wirst.
Geschlecht ist kein Muster.
Kein Scan deines Gehirn.
Und wenn du zu einem anderen Zeitpunkt oder einem anderem Ort geboren werden würdest, könnte sich das auch ändern.
Geschlecht sind all diese Dinge.
Interpretiert durch irgendwelche Denkmuster, die nicht präzise sind.
Wissenschaft kann dein Geschlecht nicht bestimmen. Nicht anatomisch. Nicht sozial.

Nur du kannst dein Geschlecht bestimmen.

Fragen, Kommentare oder Ideen für weitere Darstellungen? Nimm Kontakt auf.
Das Original ist auf englisch und von:
Twitter: @notcolloquial
Email: notcolloquial@gmail.com

Wenn dir das gefallen hat und etwas beitragen möchtest, erwäge eine Spende an den Debattierclub der University of Wisconsin-Madison. Paypal: BadgerDebate@gmail.com

CV Vitolo-Haddad war mal ein Genetiker und ist jetzt der Leiter der Debatte und Doktorand an der UW-Madison. CV forscht zu öffentlicher Gesundheit und Gesundheit bei trans Personen.


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