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Interview mit Bundessprecher Erik Marquardt

Erik
Erik - CC by GRÜNE JUGEND

Erik war ein Jahr lang Sprecher des Bundesverbandes der GRÜNEN JUGEND und davor politischer Geschäftsführer. Auf dem kommenden Bundeskongress endet seine Amtszeit und auch seine Zeit in der GRÜNEN JUGEND. Erik hat mit uns über seine Zeit in der GRÜNEN JUGEND und seine Pläne gesprochen.

SPUNK: Hallo Erik! Du bist nun seit zwei Jahren im Bundesvorstand der GRÜNEN JUGEND aktiv. Wie würdest du diese Zeit beschreiben?

Erik: Die GRÜNE JUGEND bietet ja viele Möglichkeiten sich einzubringen und das besondere ist, dass man nicht im Bundes- oder Landesvorstand sein muss, um bei der GJ mitzugestalten, sondern dass es ganz unterschiedliche Möglichkeiten gibt. Auch dadurch konnte ich mit unglaublich vielen spannenden Menschen diskutieren. Als Jugendorganisation haben wir außerdem die Möglichkeit, an vielen Stellen unsere Meinung bei der Grünen Partei einzubringen. Deswegen waren die letzten Jahre für mich eine sehr spannende und lehrreiche Zeit.

SPUNK: Welche Themen oder Debatten hatten die größte Bedeutung für dich als Bundessprecher?

Erik: Insgesamt müssen wir als Bundessprecher_innen uns ja mit allen Politikfeldern beschäftigen und sprachfähig sein und auch das ist sehr interessant, weil man die Chance hat die Zusammenhänge zwischen verschiedenen Themen stärker zu betrachten. Ich glaube, dass uns in den nächsten Jahren viele Herausforderungen bevorstehen. Der europäische Austeritätskurs wird die soziale Situation in Europa verschärfen. Es gibt bisher keine Strategie den Krieg in Syrien und anderen Krisenherden dieser Region zu beenden und wir müssen das Grundrecht auf Asyl in Deutschland und Europa weiter verteidigen und den Menschen, die nach oder in Europa fliehen Perspektiven geben. Damit diese Dinge gelingen, müssen wir die geistigen und realen rechtspopulistischen Brandstifter in die Ecke drängen. Ich denke, dass das nur gelingt, wenn wir deutlich zum aktiven Eintreten für progressive Politik gewinnen können.

SPUNK: Welche Aufgaben haben dir am meisten Freude bereitet?

Erik: Das ist ganz schwer zu sagen. Mir hat die Arbeit als politischer Geschäftsführer, aber auch als Bundessprecher insgesamt sehr viel Spaß gemacht. Auch wenn solche Vollzeitehrenämter neben dem Studium und Nebenjobs natürlich anstrengend sind und andere Dinge auf der Strecke bleiben, würde ich das immer wieder machen.

SPUNK: Was zeichnet die Grüne Jugend deiner Meinung nach besonders aus?

Erik: Dass sie es schafft, Visionen zu haben und trotzdem zu wissen, dass die anderen zum Arzt müssen.

SPUNK: Und welche Pläne hast du für die Zukunft?

Erik: Ich werde die nächste Zeit erstmal dazu nutzen, mich ein bisschen zu erholen und mir über die Zukunft Gedanken zu machen. Ich will aber auf jeden Fall das Flucht-Thema weiter verfolgen. Im Sommer lag viel Aufmerksamkeit auf der Balkanroute. Im Winter droht sich die Situation nochmal deutlich zu verschärfen und wahrscheinlich wird die Presseaufmerksamkeit und damit auch private Hilfe abnehmen. Ich möchte Aufmerksamkeit auf diese drohende humanitäre Katastrophe lenken und vor Ort helfen.

Seit dem 1. Februar 2014 ist der SPUNK das Online-Magazin des Bundesverbandes der GRÜNEN JUGEND.

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