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Jung, Grün, Kommunal: Claudia aus Erfurt

Claudia

Geburtsdatum: 1986
KV: Erfurt
Hobbys: Reisen, Sprachen, Schwimmen
Beruf / Studium / Ausbildung: Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Fachhochschule Erfurt
In der Grünen Jugend seit …2005
Homepage: erfurt.gj-thueringen.de

Ämter: Beisitzerin im Landesvorstand von Bündnis 90/Die Grünen

 

SPUNK: Hallo Claudia! Du kandidierst ja auf Platz 11 für den Stadtrat in Erfurt. Um mal von Anfang an zu beginnen: Was hat dich politisiert?

Claudia: Als ich in der 11. Klasse war hat ein Lehrer mit uns ein Planspiel veranstaltet, bei dem wir einen fiktiven Wahlkampfstand planen und durchführen sollten. Die Parteien wurden uns zugelost. Ich kam damals zwar nicht zu den Grünen, aber fand Politik plötzlich spannend, umso mehr ich mich damit beschäftigte. Am Ende wollte ich dann eigentlich Politikwissenschaft studieren, Soziologie ist es letztlich geworden. Und ich finde, wenn man solch ein Fach studiert und sich dabei ständig mit gesellschaftlichen Zusammenhängen beschäftigt gehört politisches Engagement auch dazu.

SPUNK: Was heißt es für dich, junggrüne Politik zu machen?

Claudia: Junggrüne Politik heißt für mich vor allem erst einmal Politik aus einem anderen Blickwinkel heraus zu machen. Ich finde auch junge Menschen sollten sich in unsere Demokratie einmischen und diese mitgestalten. Zudem bedeutet junggrüne Politik für mich auch mal politische Themen abseits des Mainstreams zu diskutieren und neu zu denken. Und es heißt Themen auf die Agenda zu setzen, die für junge Menschen von besonderer Bedeutung sind.

SPUNK: Gibt es Themen, mit denen sich die Grüne Jugend stärker beschäftigen sollte?

Claudia: Ich habe die Erfahrung gemacht, dass jede und jeder in der Grünen Jugend die Chance hat sein bzw. ihr Thema zur Sprache zu bringen. Wenn mir ein Thema am Herzen liegt, dann beschäftige ich mich zunächst einmal selbst damit und schlage es dann als Diskussionsthema in meiner GJ-Ortsgruppe vor. Das ist auch, was ich so toll an der Grünen Jugend finde, dass man frei diskutieren kann und immer die Möglichkeit hat seine Themen voranzubringen. Deswegen fehlt mir auch kein Thema bei der GJ, weil man ja alles was fehlt frei einbringen kann.

SPUNK: Was hat dich dazu gebracht, dich in der Kommunalpolitik zu engagieren?

Claudia: Ich habe Lust meine Stadt aktiv mitzugestalten, weil ich gern in Erfurt lebe und das auch so bleiben soll. Und Kommunalpolitik hat den Vorteil, dass man ganz konkrete Projekte vor Ort umsetzen kann und dabei relativ schnell ein Ergebnis sieht. Also z.B. das Engagement für einen neuen Radweg, den ich am Ende sogar selbst nutze oder der Einsatz für ein freies Theater, in dem ich einen netten Abend verbringen kann.

SPUNK: Welches Thema besetzt die Grüne Jugend in deinem Ort ganz besonders?

Claudia: Bei der Grünen Jugend Erfurt spielt vor allem die Verkehrspolitik eine große Rolle. Wir haben zum Beispiel ein sehr detailliertes Mobilitätskonzept erarbeitet, in dem wir die Vor- und Nachteile der Einführung des ticketlosen Nahverkehrs diskutieren und aufzeigen wie Mobilität anders funktionieren kann.
Wir machen aber auch Aktionen zu anderen Themen. Zuletzt haben wir zum Beispiel einen Filmabend zum Thema nachhaltige Landwirtschaft/Ernährung organisiert und uns am Tag gegen Lärm für besseren Lärmschutz eingesetzt.

SPUNK: Für welche Themen möchtest du dich konkret stark machen, falls du gewählt wirst?

Claudia: Einerseits liegt mir die Wohnungspolitik sehr am Herzen. Ich möchte, dass es weiterhin für alle Erfurterinnen und Erfurter bezahlbaren Wohnraum gibt. Hier gibt es nur begrenzt Steuerungspotenzial durch den Stadtrat. Was aber schon geht ist Einfluss auf die kommunalen Wohnungsbaugesellschaften zu nehmen und durch clevere Stadtentwicklungsprojekte für mehr Lebensqualität in der Stadt zu sorgen.
Das andere Thema für das ich mich stark machen werde, ist eine Verkehrspolitik die alle Verkehrsteilnehmerinnen – und Teilnehmer gleichberechtigt behandelt. Ich möchte nicht die autogerechte Stadt fördern, sondern eine Stadt für alle. Konkret will ich mich hier für den zügigen Ausbau des Radwegenetzes stark machen, ein Fußwegekonzept auf den Weg bringen und die Einführung eines ticketlosen Nahverkehrs prüfen.

SPUNK: Ich bedanke mich für das Gespräch und wünsche Dir viel Erfolg bei der Kommunalwahl!

Lena Grebenstein studiert Soziologie und Wirtschaftswissenschaften in Jena. Sie liebt Musik, Bücher und Essen. Außerdem verläuft sie sich gern in (un)bekannten Städten. Fragen rund um eine nachhaltige und gerechte Wirtschaft findet sie besonders interessant. Im Moment freut sie sich auf den Sommer.

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