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Jung, Grün, Kommunal: Eva aus Reichertswies

Eva Lettenbauer
Kandidatin für die Kreistagswahlen in Donau-Ries im März 2014 (Platz 7)

* 30.10.1992
KV Donau-Ries
Hobbys: Musik machen (Klavier, Gitarre), Bauchtanz und Wasserwacht
Duale Studentin Wirtschaftsingenieurwesen
In der Grünen Jugend seit 2011
Twitter: LettenEv
Homepage: evanico.de

Ämter: Herbst 2011- Herbst 2013 Sprecherin GJ Schwaben
seit Frühjahr 2012 Koordinierende im Landesarbeitskreis Wirtschaft und Soziales der GJ Bayern
2012 – 2013 Mitglied im Wahlkampfteam der GJ Bayern
seit Juni 2013: Mitglied im erweiterten Kreisvorstand Donau-Ries
seit Herbst 2013 Politische Geschäftsführerin der GJ Schwaben
seit Herbst 2013 stellvertretende Koordinierende im Fachforum Wirtschaft und Soziales

Junggrüne Politik heißt für mich lebendige, kreative und durchaus auch stachlige Politik zu machen, die die Menschen wieder für Politik gewinnt, sie mit einbezieht und sie ermütigt sich über Politisches zu unterhalten und mitzudiskutieren, nicht nur wenn etwas schief gelaufen ist

SPUNK: Hey Eva! Um mal von Anfang an zu beginnen: Was hat dich politisiert?

Eva: Das ist gar nicht so einfach zu sagen. Zum politisch aktiv werden hat mich auf jeden Fall kein konkretes Ereignis gebracht, ich war schon immer interessiert, hab viel gelesen und war gern am Diskutieren. In der freien Zeit nach dem Abitur habe ich mir dann den letzten Ruck gegeben und bin offiziell bei den Grünen beigetreten. Aus Prinzip hab ich zwar auch in den Parteiprogrammen einiger anderen Parteien gelesen, aber eigentlich war klar und wurde erst recht klar, dass nur Grün infrage kommt.

SPUNK: Du kandidierst ja auf Platz 7 auf der Kreistagsliste der Grünen in Donau-Ries. Für welche Themen möchtest du dich konkret stark machen, falls du gewählt wirst?

Eva: Bei uns im Landkreis ist gerade die Stromtrasse Süd-Ost ein großes Thema. Um nach der parteiübergreifende Ablehnung nicht ohne Strom dazustehen, muss nun aber unbedingt endlich die Energiegewinnung aus erneuerbaren Energien vor Ort vorangetrieben werden. Sonne und Wind, Erd- und Fernwärmenutzung haben noch Potential im Landkreis, wohingegen Biogasanlagen eher an der Effektivitätssteigerung und z.B. Nutzung der Abwärme arbeiten sollten. Auch „Mobilität für alle“ ist für mich ein wichtiges Thema, deshalb möchte ich mich für besser ausgebauten ÖPNV und Mobilitätskonzepte wie flexible Rufbusse oder Mitfahrzentralen einsetzen. Sowohl für die jungen Menschen, die noch nicht Auto fahren können, für die immer älter werdenen Menschen, aber auch für alle anderen, die gern auf ihr Auto verzichten wollen oder keines besitzen, verschafft dies die Möglichkeit von A nach B zu kommen. Es geht auch um eine umweltfreundliche, zu Stoßzeiten Stau-vermeidene, aber auch die Attraktivität des Landkreises stärkende Variante der Mobilität. Hier muss der Kreistag finanziell mehr mitwirken und auch die gemeinwirtschaftlich oder eigenwirtschaftlich Erbringung der Verkehrsleistung diskutieren.

SPUNK: Hast du dich auch aufgrund dieser Themen für das Engagement bei der Grünen Jugend entschieden?

Eva: Klimaschutz, Energiewende, Mobilität, das waren auf jeden Fall wichtige Themen für die Entscheidung, aber auch die moderne Gesellschaftspolitik und die offene und transparente Arbeitsweise.

SPUNK: Was heißt es für dich, junggrüne Politik zu machen?

Eva: Das heißt für mich lebendige, kreative und durchaus auch stachlige Politik zu machen, die die Menschen wieder für Politik gewinnt, sie mit einbezieht und sie ermütigt sich über Politisches zu unterhalten und mitzudiskutieren, nicht nur wenn etwas schief gelaufen ist. Auch ein Wachrütteln und kritisches Verweisen auf Missstände wie fortschreitenden Klimawandel, Verletzung von Menschenrechten, den Grenzen des „Immer höher, weiter und schneller Strebens“ und noch viel mehr gehört für mich zu junggrüner Politik.

SPUNK: Wenn du mal auf die gesamte Zeit zurück blickst, in der du dich bei der GJ engagiert hast: Was hat dir dabei bisher am meisten Spaß gemacht?

Eva: Mein Highlight bis jetzt war die Hochtour zur Landtags- und Bundestagswahl im vergangenen September. Ich war gute zwei Wochen in einem der Kleinbusse mit unterwegs und erinnere mich gern an all die Aktionen, Infostände und Gespräche, Kneipentouren und all den Spaß nebenbei und die Motivation, die wir dadurch für unser politisches Engagement erfahren haben.

Jamila Schäfer war lange Mitglied der SPUNK-Redaktion und studiert in Franfurt am Main Soziologie und Philosophie. Sie ist die Bundessprecherin der GRÜNEN JUGEND.

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