SPUNK
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Jung, grün, kommunal: Simon aus Rheinland-Pfalz

Simon
Alter: 26
Kreisverband: Bernkastel-Wittlich
Hobbies: Musik, Wandern
Beruf/Studium/Ausbildung: Bachelor of Education Philosophie/ Ethik & Sozialkunde
In der GJ seit: 2007
 
SPUNK: Kannst du mir nochmal sagen, wo auf welcher Liste du genau kandidierst?
Simon: Direktkandidat für die Landtagswahl in Rheinland-Pfalz für den Wahlkreis 22.
SPUNK: Dankeschön. Was hat dich politisiert?
Simon: In der Jugendzeit gab es viele Dinge, die mich gestört haben. Ich habe mich immer gefragt, warum alle Politiker so dumm sind und die offensichtlich falschen Entscheidungen treffen. Ich dachte, ich könnte es besser machen.
SPUNK: Wie denkst du jetzt über Politiker*innen?
Simon: Jetzt habe ich eine Partei gefunden, die meinen Vorstellungen entspricht. Außerdem habe ich verstanden, dass diese, meiner Meinung nach falschen Entscheidungen, gewollt waren /sind und nicht aus Unwissenheit entstanden sind.
SPUNK: Was hat dich dazu gebracht, dich in der Landespolitik zu engagieren?
Simon: Als ich zu den Grünen auf Kreisebene kam, wurde ich automatisch auf die Landespolitik gebracht. Eins führte zum Anderen.
SPUNK: Für welche Themen setzt du/die grüne Jugend sich ein?
Simon: Mir geht es darum, die Lebensverhältnisse vor Ort zu verbessern. Dies sind in erster Linie günstiges Wohnen und Mobilität. Darüber hinaus möchte ich mich für die Interessen der Jugendlichen einsetzen, was kulturelle Angebote angeht.
SPUNK: Wie möchtest du dich dafür einsetzen, wenn du gewählt wurdest?
Simon: Zum einen hoffe ich auf besseren Zugang zu Information und entsprechendes Personal, diese Informationen zu verarbeiten. Entscheidend ist natürlich auch, dass Gelder zur Verfügung gestellt werden, um die oben angesprochenen Dinge zu verwirklichen. Dafür werde ich mich einsetzen.
SPUNK: Konntet ihr euch mit diesen Themen auch ins Wahlprogramm der Grünen einbringen?
Simon: Ja, in der Asylpolitik haben wir als Landesverband gefordert, dass keine weiteren Länder als „sichere“ Herkunftsländer klassifiziert werden und es gebührenfreie Sprachkurse für Asylsuchende gibt. Dies wurde ins Wahlprogramm aufgenommen.
In der Bildungspolitik haben wir ein landeweites, kostenloses ÖPNV-Ticket für SchülerInnen gefordert. Außerdem sollen Hochschulräte öffentlich tagen. In der Umweltpolitik fordern wir eine Divestment-Strategie für alle öffentlichen Einrichtungen und ein Wärmemonitoring. Des Weiteren haben wir eine Initiative für den bundesweiten Ausstieg aus der Kohle gefordert. Dies alles wurde ins Wahlprogramm aufgenommen. Außerdem wurde das Wahlalter 18 kritisiert, hier setzten wir uns weiterhin für die Abschaffung des Wahlalters ein. Außerdem ist es mir gelungen, in der Drogenpolitik einen Passus in das Wahlprogramm einzubringen, der im Falle einer erfolgreichen Koalitionsverhandlung ein Modellprojekt zur regulierten Abgabe vorsieht. Zuletzt haben wir ein anderes Verständnis von Wirtschaft und Wohlstand gefordert, was die gängigen Kriterien von Wohlstand kritisiert und andere Faktoren wie eine gesunde Umwelt beinhaltet. Außerdem wurden Sätze wie: „Gegen Rüstungsexporte“ und „Gegen TTIP“ mitaufgenommen.
SPUNK: Kannst du mir noch eine Einschätzung zur Wahl geben?
Simon: Die Grünen werden voraussichtlich in den Landtag einziehen. Die Fortführung der Rot-Grünen Koalition ist aber nicht nur durch das Auftreten der AFD gefährdet, sondern auch durch zunehmende Polemisierung durch die CDU und Frau Klöckner.
SPUNK: Vielen Dank für das Interview.
Das Interview führte Lena Grebenstein.

Lena Grebenstein studiert Soziologie und Wirtschaftswissenschaften in Jena. Sie liebt Musik, Bücher und Essen. Außerdem verläuft sie sich gern in (un)bekannten Städten. Fragen rund um eine nachhaltige und gerechte Wirtschaft findet sie besonders interessant. Im Moment freut sie sich auf den Sommer.

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