#itsourfuckingfuture, Ökologie
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Klimaschutz ist die zentrale Frage unserer Generation

René (links) und Christian (rechts)

Vom 30.11.-11.12. treffen sich in Paris 196 Staaten, um ein neues, global verbindliches Klimaschutzabkommen zu beschließen. Wir sind zwei Jusos, die seit mehreren Jahren auf diesen Verhandlungen dabei sind und das Thema auch innerhalb der SPD voranbringen wollen – auch wenn es auf den ersten Blick vielleicht nicht das Thema ist, mit dem Sozialdemokraten in Verbindung gebracht werden.

Der Klimawandel ist Kern eine Gerechtigkeitsfrage – auch wenn das in unserer Partei gern übersehen und als „Ökothema“ abgehandelt wird. Dabei hat die SPD es sich in ihrer Geschichte immer zur Aufgabe gemacht, den Menschen ein besseres Leben zu ermöglichen und eine gerechtere Welt zu gestalten. In unserer heutigen Welt muss dieser Begriff jedoch weltweit gefasst werden. Da der Klimawandel und alle damit verbundenen Gerechtigkeitsprobleme – Raubbau an Ressourcen, Nord-Süd-Gefälle, Krankheiten durch Umweltverschmutzung, – die definierende soziale Frage unserer Generation sein wird. Wir wollen daher, dass die Industrieländer, die den Großteil der Emissionen verursacht haben und immer noch verursachen in Verantwortung genommen werden. Wir stehen zu dem Prinzip gemeinsamer, aber unterschiedlicher Verantwortung. Das Handeln einzelner Länder muss nach ihren Möglichkeiten differenziert werden. Deshalb müssen wir den Entwicklungs- und Schwellenländern mit finanziellen und technologischen Hilfen unterstützen, sich auf einen emissionsarmen Pfad zu entwickeln

Als Jusos haben wir daher im letzten Jahr nach langen und umfassenden Diskussionen weitreichende Beschlüsse zu diesem Thema gefasst. Als internationalistischer und sozialistischer (und feministischer) Richtungsverband wissen wir, dass die Verknappung von Ressourcen sowie der Klimawandel und seine Folgen eine Gefahr für Menschen und Tiere ist. Dieses Problem kann kein Staat alleine lösen, weswegen wir glauben, dass eine koordinierte Politik durch eine stringente Klimarahmenkonvention notwendig ist. Ein gerechtes Abkommen muss Möglichkeiten bieten.

Als internationalistischer Richtungsverband innerhalb der SPD wollen wir aber auch weg von der national ausgerichteten Energiepolitik. Um einen nachhaltigen Klimaschutz zu erreichen muss unsere Energiepolitik dekarbonisiert werden. So stehen wir Jusos zu dem Ziel, bis zum Jahr 2050 die Emissionen um 80-95% zu senken – weltweit. Mittelfristig wollen wir den Kohleausstieg bis spätestens 2035.

Uns ist bewusst, dass diese Transformation eine riesige Herausforderung wird, wahrscheinlich die größte, die jemals bewusst in Angriff genommen wurde. Es wird große Verschiebungen in der Gesellschaft geben und es werden Machtverhältnisse in Fragen gestellt und kurzfristig wahrscheinlich auch schmerzhafte Einschnitte geben. Das trifft besonders auf uns Industrieländer zu, die lange von fossilen Kraftstoffen profitiert und unsere Wirtschaft darauf aufgebaut haben. Die Wissenschaft ist jedoch eindeutig: Wenn wir gerecht gegenüber Ländern des sozialen Südens und zukünftigen Generationen sein wollen, brauchen wir ein starkes, ambitioniertes und faires Abkommen. Wir werden in Paris nicht die Welt retten, aber wir können den Prozess in die richtige Bahn lenken. Denn #itsourfuckingfuture.

Christian Nissen

Christian Nissen

Christian Nissen, 28, ist Wirtschaftsingenieur und macht seinen Master Energie- und Umweltmanagement an der Europa-Universität Flensburg. Zur Zeit arbeitet er außerdem bei einen Hamburger Beratungsunternehmen als Climate Policy Analyst. Christian ist seit 10 Jahren bei den Jusos aktiv. Von 2013-2015 war er stellvertretender Landesvorsitzender der Jusos Schleswig-Holstein und hat sich dort vor allem mit den Themen Klimagerechtigkeit und Energiepolitik auseinander gesetzt.
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Christian Nissen, 28, ist Wirtschaftsingenieur und macht seinen Master Energie- und Umweltmanagement an der Europa-Universität Flensburg. Zur Zeit arbeitet er außerdem bei einen Hamburger Beratungsunternehmen als Climate Policy Analyst. Christian ist seit 10 Jahren bei den Jusos aktiv. Von 2013-2015 war er stellvertretender Landesvorsitzender der Jusos Schleswig-Holstein und hat sich dort vor allem mit den Themen Klimagerechtigkeit und Energiepolitik auseinander gesetzt.

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