SPUNK
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Lieber Horst – danke!

Lieber Horst,

ich schreibe dir, um dir von Herzen für deine Arbeit und deine Hartnäckigkeit zu danken. Die letzten Wochen und Monate haben du und deine Parteikollegen jede sich bietende Gelegenheit genutzt, in Zeitung, Rundfunk und Fernsehen die Forderungen der CSU einzubringen, ganz egal, wie viel Gegenwind ihr dafür einstecken musstet. Speziell jetzt nach der Bundestagswahl hast du da noch einmal einen starken Spurt hingelegt: Jedes hingehaltene Mikrofon, jede laufende Kamera, jede eifrig mitschreibende Journalistin bekam von dir täglich, beinahe stündlich geliefert. Und der Plan ging auf. Spätestens am Tag nach der Wahl warst du die Nummer 1. in den Nachrichten. Du und niemand Anderes hat die Schlagzeilen und Titelseiten erobert. Und dafür danke ich dir.

Warum? Du hast es geschafft, dass ich nach der Wahl schon wieder fast vergessen habe, dass die AfD ins Parlament gewählt wurde. Sich endlich mal ernsthaft mit dem Nazi-Problem auseinander zu setzen, das diese Gesellschaft offenbar hat, wäre schließlich nur anstrengend und würde am Ende noch zu einer tatsächlichen Verbesserung führen. Du hast alle Mikrofone mit deinen oft fragwürdigen, oft populistischen, oft auch unrealistischen Aussagen angezogen. Und damit endlich die AfD aus ihrer Premiummedienpräsenz vertrieben. 

Ich glaube, niemand zwischen Rüttebüller See und Zugspitze zweifelte auch nur eine Sekunde dran, dass du wieder zusammen mit der CDU eine Fraktion bilden würden.  Aber darum ging es auch gar nicht. Nicht darum, dass du das glaubst, nicht darum, dass die CDU das glaubt, nicht darum, dass die Öffentlichkeit euch das wirklich abkauft. Du hast wieder einmal fulminant demonstriert, dass es weder Glaubwürdigkeit noch Substanz braucht, um sich mit den eigenen Aussagen in die öffentliche Debatte zu rücken.

Mit dankbaren Grüßen

Nuocu

igel@nuocu.wtf'
igel@nuocu.wtf'

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