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Präferenzwahl!?

Auf dem letzten Bundeskongress haben wir beschlossen, für einige Posten das sogenannte Präferenzwahlsystem einzuführen.

Das Grundprinzip des Präferenzwahlverfahrens ist es, dass man nicht mehr nur so viele Kandidat_innen auf den Stimmzettel schreibt, wie es Plätze gibt, sondern alle Bewerber_innen durchnummeriert. Die Person, die man am liebsten wählen möchte, bekommt eine 1, die nächste eine 2 und immer so weiter. Natürlich kann man auch einer Person gar keine Stimme geben. Das entspricht dann einer Nein-Stimme in unserem jetzigen System.

Bei der Auszählung der Stimmen gibt es – wie bisher auch – ein Quorum, das man erreichen muss, um gewählt zu werden. Dieses Quorum berechnet sich mit der Formel:
(gültige Stimmen/(Anzahl Plätze im Gremium + 1)) +1.

Wenn alle Stimmzettel abgegeben sind, funktioniert zunächst alles wie bisher auch. Anhand der Erstpräferenzen wird festgestellt, wer das Quorum erreicht hat. Die Menschen mit den meisten Stimmen sind gewählt.

Wenn nun noch nicht alle Plätze vergeben sind, geht es weiter. Es werden alle Stimmen, die bei den Erstpräferenzen überflüssig sind, an die Zweitpräferenzen verteilt. Als überflüssig werden all die Stimmen gewertet, die ein_e Kandidat_in nicht zum Erreichen des Quorums gebraucht hat. Dies ist also die Differenz zwischen der erreichten Stimmenzahl und dem Quorum.

Diese Stimmen werden anhand des Anteils verteilt, den man bei den Zweitpräferenzen erreicht hat. Wenn eine dieser Zweitkandidaten schon gewählt ist, wird diese Stimme an die Drittpräferenz weitergegeben. Wenn mithilfe der Zweitpräferenzen noch immer nicht alle Plätze besetzt werden konnten, geht es nach dem selben Prinzip mit den nächsten Präferenzen weiter, so lange, bis alle Plätze vergeben sind.

Es kann natürlich auch sein, dass ein Platz unbesetzt bleibt. In diesem Fall wird dann der_die Kandidat_in mit den wenigsten erreichten Stimmen gestrichen. Seine_ihre Stimmen werden dann an die nächste Präferenz verteilt und es wird erneut ausgezählt.

Wenn Menschen nicht genug Stimmen haben, um das Quorum zu erreichen, können sie auch nicht gewählt werden. Es können also Plätze frei bleiben.

Natürlich wird auch die Frauenquote eingehalten. Zu Beginn werden so lange nur Frauen berücksichtigt, bis alle Frauenplätze besetzt sind. Im Wahlgang für die offenen Plätze treten dann automatisch alle Frauen an, die bis jetzt noch nicht gewählt wurden.

Das Präferenzwahlsystem ermöglicht, dass Ämter, die bisher auf dem Bundesausschuss gewählt wurden, in Zukunft auf dem Buko gewählt werden. Dies werden zum Beispiel die Internationale Koordination und der Frauen- und Genderrat sein. Dazu werden die Stimmzettel bei der Anmeldung ausgegeben und können bis zu eine vorher festgelegten Zeitpunkt abgegeben werden.

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