Alle Artikel mit dem Schlagwort: Antisemitismus

Alle gegen die „Antideutschen“ – Konflikte in der Linksjugend

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Der Antisemitismus und der Antizionismus haben in der Partei DIE LINKE. und im Jugendverband linksjugend [‘solid] eine lange und ernstzunehmende Geschichte. Diese komplett aufzuarbeiten kann dieser Artikel nicht leisten, weshalb hier einige ausgewählte Beispiele vorgestellt werden sollen. Diese Beispiele beziehen sich auf Beschlüsse, Aussagen, Veranstaltungen und weiteres von Mitgliedern der Partei DIE LINKE. und der linksjugend [‘solid]. Im Jahr 2008 bezeichnete der damalige außenpolitische Sprecher der Fraktion der Linkspartei im Deutschen Bundestag die Raketen der Hamas, die diese auf Israel schossen, als „Silvesterknaller“ [1] und gab Israel die alleinige Schuld am Nah-Ost-Konflikt [2]. Dieser Vorwurf ist schon alleine deshalb absurd, weil die Nachbarstaaten Israels bereits am Tag nach dessen Gründung den Krieg erklärten. Bereits 2010 machte DIE LINKE.Duisburg mit einem antisemitischen Flyer auf sich aufmerksam [3]. Auf diesem war „Nie wieder Krieg für Israel“ zu lesen und ein in einem Davidstern integriertes Hakenkreuz abgebildet. Dieser Flyer rief zum Boykott des „Apartheidstaates“ Israel auf und mit dem Flyer verbreiteten sie einen Link, von dem Hitlers „Mein Kampf“ heruntergeladen werden konnte. Von diesem Flyer distanzierte sich der …

Der Flüchtlingsprotest 2014 in Israel

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„Wir sind Flüchtlinge“ und „Wir brauchen Schutz“ – immer wieder wurden diese Sätze beim Umzingeln des israelischen Parlaments in Jerusalem gerufen. Anfang Januar erreichte der Massenprotest der afrikanischen Geflüchteten in Israel auch die Knesset, doch der Parlamentspräsident verweigerte einer von Abgeordneten eingeladenen Delegation den Zutritt zum Gebäude: Er befürchte, „dass ein Zutritt der Eindringlinge als Provokation gewaltsame Störungen auslösen kann“. „Eindringlinge“ – eine alltägliche Bezeichnung für Asylsuchende in Teilen der israelischen Politik, Medien und Gesellschaft. Ein Demonstrant forderte gegenüber der Nachrichtenagentur AFP, dass die israelische Regierung die Asylanträge prüfen müsse und die Geflüchteten nicht wie Kriminelle behandeln solle: „Wir sind geflohen vor Verfolgung, Diktaturen, Bürgerkriegen und Völkermord“. Ungefähr 55.000 Asylbewerber_innen, der Großteil aus Eritrea und dem Sudan, leben in Israel, seit sie über den Sinai eingewandert sind – von der Regierung werden sie als „Illegale“ eingestuft. Vor wenigen Monaten schlossen sich über 10.000 von ihnen zusammen und demonstrierten gemeinsam mit israelischen Unterstützer_innen für die individuelle Prüfung ihrer Asylanträge und das Ende der Internierung in Abschiebegefängnissen. Der Protest entzündete sich nach der Eröffnung eines Gefangenenlagers in …