Alle Artikel mit dem Schlagwort: Diskriminierung

Zu heiß für Deutschland? – Das Hotpantsverbot

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Immer wenn es draußen wärmer wird und etliche Menschen die Hüllen fallen lassen, wird die ewig gleiche Diskussion angeheizt: Wie viel nackte Haut dürfen Frauen* (seltener Männer*) in der Öffentlichkeit zeigen? Was ist aufreizend, was provokant, was anstößig? Insbesondere an Schulen wird regelmäßig kritisiert, dass Schüler*innen zu viel Bauch, Bein oder Brust zeigen. Angesprochen wird dabei stets der sexuelle Kontext und seine ablenkende Wirkung auf andere. Erschreckend, wenn man bedenkt, dass die Schule ein Ort der Objektivität und der freien Entfaltung einer*s jeden Einzelnen sein sollte. Nun hat eine Schule in Baden-Württemberg mithilfe eines Briefes an die Eltern der Schüler*innen ,,aufreizende‘‘ Kleidung verboten. Dabei werden explizit Mädchen* beschuldigend angesprochen. Bei Verstoß gegen diese neue Kleiderordnung werden an die Betroffenen weite T-Shirts verteilt, welche für die Dauer des Schultags ihre Körper verstecken sollen. Die für diese Maßnahme verantwortliche Schulleiterin Bianca Brissaud gibt ein ,,gesunde[s] Schulklima […], in dem sich alle wohlfühlen und in dem gesellschaftliche und soziale Werte gelebt und gefördert werden‘‘, als Begründung an. Nackte Haut wird also als Bedrohung für die Werte unserer aufgeklärten …

1 x 1 der Unterdrückung: Satzungsreform?! Frauen, Inter und Trans in unserer Satzung

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Diese Satzungsreform der Grünen Jugend ist einerseits politisches Signal, was angesichts der erheblichen Diskriminierung von Trans- und Inter-Menschen in unserer Gesellschaft unverzichtbar ist. Anderseits ist sie aber auch Instrument, um gegen Diskriminierung im eigenen Verband vorzugehen. Diese Satzungsänderung ist dabei ein guter erster Schritt, ihm müssen aber weitere folgen. So zeigen wir durch den Beschluss erst mal nur, dass wir gewillt sind uns näher mit der Diskriminierung von Inter- und Trans-Menschen zu beschäftigen, diese anerkennen und erste Schritte unternehmen, um sie auch innerhalb der GJ zu bekämpfen.

Institutionalisierten Rassimus und staatliche Repression bekämpfen!

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Schon vor 14 Jahren erklärte George W. Bush Racial Profiling zum Problem, das bekämpft werden müsse. Barack Obama als erster schwarzer Präsident der USA stand später als Symbol für die Zukunft einer postrassistischen Gesellschaft.(1) Doch die Tötungen von Michael Brown (9. August 2014) und Eric Garner (17. Juli 2014) stehen für das genaue Gegenteil dieser Vision. Sie repräsentieren die reale, aktuelle Situation der USA, in denen insitutioneller Rassismus herrscht und Polizeigewalt auf der Tagesordnung steht. Eric Garner (2) und Michael Brown (3) wurden von weißen Polizisten getötet, obwohl von ihnen keine Bedrohungen ausgingen und sie unbewaffnet waren. In beiden Fällen blieben die Polizisten unbestraft, obwohl insbesondere bei Eric Garner ein Verschulden des Beamten offensichtlich ist: Garner wurde durch einen völlig unverhältnismäßig eingesetzten Würgegriff die Luft abgeschnürrt, er sagte „I can’t breathe“, der Beamte würgte weiter, Eric Garner starb. (Das folgende Video enthält möglicherweise schockierende Inhalte. Eric Garner ist zu sehen ab Minute 1:04.) Ein psychisch labiler Schwarzer ging unter dem Druck des allgegenwärtigen Rassismus und der ständigen Angst, von gewalttätigen Polizeibeamt*innen verletzt oder sogar getötet …

Politcal (In)Correctness & die Unterhaltungsmedien

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„Jede Minderheit hat ein Recht auf Diskriminierung!“ – Mit diesen Worten beschreibt Serdar Somuncu, der sich selbst in einem seiner Bühnen-Programme in gewohnt derber Manier „der Hassprediger“ nannte, wie er politische Diskurse ins Rollen bringt und für Streit mit aufklärerischer Wirkung zu sorgen versucht. Doch was bewirken Kabarett, Comedy, Musik und andere Formen der Unterhaltung, die die Normen der Political Correctness bewusst überschreiten, die gezielt mit Diskriminierung spielen, und die nicht bloß über einzelne Politiker*innen herziehen, sondern ohnehin schon stigmatisierte und diskriminierte gesellschaftliche Gruppen verhöhnen? Es ist auf den ersten Blick schwer vorstellbar, dass das aufklärerische Ideal, Menschen zu mehr Selbstreflexion, Toleranz und Offenheit zu motivieren, tatsächlich verwirklicht wird, auch wenn Menschen wie Serdar das mit ihrer Kunst verfolgen mögen. Miene hat für den SPUNK kürzlich einen Beitrag zu Political Correctness verfasst, in dem sie ziemlich rigoros gegen jegliche Form des politisch inkorrekten Regelbruchs streitet. Wenn man ihren Beitrag liest, ist es schwer vorstellbar, dass Regelbrüche, wie sie Menschen wie Serdar Somuncu quasi beruflich begehen, einen positiven Effekt haben können. Serdar, der u.a. in Schulen …