Alle Artikel mit dem Schlagwort: EU

Brüssel kennen lernen

von

17 bunt zusammengewürfelte Menschen waren mit Cosima und Anne vom Prepteam waren eingeladen auf eine Studienfahrt von Sven Giegold, für drei Tage in Brüssel. Hinter welche Türen wir schauen durften und welche Einblicke in die EU-Politik wir sammeln konnten, erfährst du, wenn du weiterliest. Wir haben die drei Pfeiler der EU-Politik, also die Institutionen Europäisches Parlament, Rat der Europäischen Union (auch Ministerrat genannt) und Europäische Kommission, und darüber hinaus weitere Teile des EU-politischen Geschehens kennen gelernt. Unsere erste Station war einer der beiden Ausschüsse, der Wirtschafts- und Sozialausschuss (eesc.europa.eu , zu deutsch EWSA abgekürzt). Paul Frey, der hier alle Dokumente aus verschiedenen Sprachen ins Deutsche übersetzt, hat uns vorgestellt, wer die Mitglieder sind, wie sie zu ihrer Position kommen und welche Aufgaben sie in der EU-Politik erfüllen. Der Ausschuss wird mit von den Regierungen der EU-Mitgliedsländern entsandten, und von verschiedenen Interessenvereinigungen bestimmten Vertreter*innen bestückt. Der EWSA ist ein beratendes Organ der Europäischen Union, das den zentralen EU-Organen mit seinem Sachverstand zur Seite steht und damit institutionellen Lobbyismus innerhalb der Öffentlichkeit ermöglicht. Er sieht sich auch …

CC BY 2.0 - The Newest Piece Of England by John Stratford http://gruenlink.de/1a1d

“Oh, das wollten wir doch gar nicht. Wir wollten doch eigentlich nur ein bisschen …”

von

Es ist fünf Uhr morgens. Es ist heiß, ich habe wenig und schlecht geschlafen, bin erst relativ spät nach Hause gekommen, mein Handy vibriert neben meinem Kopfkissen, ich wache auf. Die ersten Meldungen zum Ausgang des Referendums erleuchten auf dem Bildschirm, nacheinander berichten der Guardian, die Zeit, die FAZ,… von dem Unheil. Am Abend zuvor war ich, beruhigt von feuchtfröhlichem Beisammensein und Prognosen, zufrieden und zuversichtlich, dann – um fünf Uhr morgens – lese ich verschlafen diese Meldungen, denke mir, das ändert sich sicher noch, drehe mich in meinem viel zu warmen Bett um, bin wieder eingeschlafen, bevor der Handybildschirm aufhört zu leuchten. Gegen neun wache ich erneut auf, in Großbritannien ist es jetzt zehn, die Ergebnisse wurden vor zwei Stunden in Manchester verkündet, mein Handybildschirm sagt immer noch das gleiche, nur deutlicher. Vier Prozentpunkte Unterschied. Der Tag wird anstrengend: irgendwann gehen mir all diese Menschen, die mich auf das Referendum ansprechen, so richtig auf die Nerven. In dem zehn Minuten Intervall nach der einen, vor der anderen Referendumsfrage, ist es mir jeweils knapp gelungen, zu vergessen. …