Alle Artikel mit dem Schlagwort: Freiheit

Freiheit & Markt

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Adam Smith, Friedrich A. von Hayek, Milton Friedman, Robert Nozick und all die übrigen Verteidiger_innen des freien Marktes finden, Freiheit sei das höchste Gut, das unsere Gesellschaft hervorbringen kann. Diese Freiheit müsse jedem Individuum in möglichst hohem Maß zugestanden werden und dürfe nur in Ausnahmefällen, bspw. Kriminalität, eingeschränkt werden. Freiheit vor fremden Eingriffen in das eigene Leben gilt in der liberalen Theorie stärker und weiter als in anderen Theorien als fundamentales Recht prima facie, also unter Vorbehalt, aller Individuen. Beziehen wir Freiheit in diesem Sinn nun auf Steuern und damit auf die Beziehung zwischen Staat und Individuum, benötigen wir ein paar Prämissen, um die liberale These zu verstehen, dass Staat und speziell Steuern möglichst eng der Leine geführt werden sollten, um nicht gegen die Freiheitsrechte der Individuen zu verstoßen. Die erste Prämisse besagt ganz einfach, dass wir uns und unsere Talente gänzlich selbst besitzen. Die zweite Prämisse beschreibt uns als mündig, also autonom in unserer Willensbildung und Entscheidungsfindung. Wenn wir nun in einem System, das den Freiheitsrechten gewissermaßen nachkommt, indem es möglichst wenig Einfluss auf …

Lea, die Freiheit und der Party-Patriotismus

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Was halten eigentlich Menschen außerhalb der Grünen Jugend von der Debatte um den Party-Patriotismus? Marcel aus der SPUNK-Redaktion hat ein Interview mit der stolzen Kroatin Lea aus dem LaVo der hessischen JuLis geführt. Sie findet, Patriotismus sei kein Problem. Menschen könnten patriotisch sein und gleichzeitig gegen Diskriminierung. Nationalismus und Patriotismus seien zwei verschiedene Paar Schuhe, und Adorno habe ausgedient.

Das Mantra vom Markt

von

Neoliberal – da steckt das Wort “Freiheit” drin. Freiheit sollte auch eine Selbstregierung von Bürger*innen, also Demokratie, kennzeichnen. Können Neoliberalismus und Demokratie demnach zusammen funktionieren? Nein. Warum? Das lässt sich an den Inhalten des Neoliberalismus sowie der Gegenwart und Vergangenheit neoliberaler Politik schnell zeigen. Der Neoliberalismus ist keine wissenschaftliche Theorie (auch wenn dessen Ideen die Wirtschaftswissenschaften und internationale Institutionen dieser Welt fest im Griff haben), sondern ein politisches Projekt. Seine Träger*innen sträuben sich vor dieser Bezeichnung und geben auch sonst vieles vor zu wollen und zu tun, was nicht den Kern dieses Projektes trifft. Neoliberalismus habe demnach den “schlanken Staat” zum Ziel, der sich möglichst nicht in das freie Spiel der Marktkräfte einmischt und sie somit besonders effizient zur wohlstandssteigernden Blüte treibt. Diese staatliche Zurückhaltung, z.B. durch Privatisierung von Bildung, Energieversorgung oder Verkehr, erlaube den Individuen frei zu entscheiden, streng kalkulierend nach Kosten-Nutzen, wie sie ihr Leben und ihre wirtschaftlichen Beziehungen gestalten. Höchstens ihr persönliches Eigentum wird für sie vom Staat geschützt, ansonsten haben sie nichts zu befürchten und alle werden gleich behandelt. Doch die …