Alle Artikel mit dem Schlagwort: Internationales

Was ist grüne Außenpolitik? Teil 2

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Im zweiten Teil der außenpolitischen Reihe sprechen wir über das mächtige China, die Rolle der Frau in Friedensverhandlungen und natürlich Europa. Führende, außenpolitische Politikerinnen der Grünen erklären, wie grüne Außenpolitik aussieht und welche Probleme dringend angepackt werden müssen. Schon lange kein Aufreger mehr, aber fast schon aus Gewohnheit: China gerät immer wieder durch Verletzungen der Menschenrechte in die Schlagzeilen. Vor dem Hintergrund des stetig steigenden Einflusses der neuen Supermacht belasten dies zunehmend internationale Verhandlungen, bestätigt Sara Nanni (Grüne-Sprecherin der BAG für Internationales und Frieden): „China ist dabei Infrastrukturen aufzukaufen, wie zum Beispiel auf dem afrikanischen Kontinent. Wir sind nicht territorial bedroht, aber einen Wettstreit der Systeme gibt es schon. Deshalb finde ich es crazy, das wir uns damit nicht in Talkshows beschäftigen. Es gibt derzeit sehr große Veränderungen. Eventuell erleben wir einen Wechsel der Hegemonie und all das soll keine Rolle spielen?“, so Nanni. Ein Wechsel der öffentlichen Wahrnehmung für die Probleme unserer Zeit kann durchaus zu einem entschiedenen Wechsel des Umgangs Deutschlands mit China in Menschenrechtsangelegenheiten führen. Wäre dieser doch längst angebracht und dringend …

Was ist grüne Außenpolitik? Teil 1

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Die Weltgemeinschaft steht vor großen Aufgaben. Welchen Beitrag werden die Grünen dabei leisten können? Wie sieht grüne Außenpolitik aus? Im Zweitteiler spreche ich mit richtungsweisenden Politikerinnen der Grünen und gehe der Sache auf den Grund. Die Sonne in Mali kann unerbittlich sein. Hier liegen die trockensten Zonen der sich immer weiter ausbreitenden Sahara. Die Regenfallmenge ist seit 1998 um etwa ein Drittel eingebrochen. Das ferne Land ist Schnittstelle einer Vielzahl brandaktueller Themen. Themen, die sich zwar fernab unserer Wahrnehmung entzünden, deren Auswirkungen auf verschiedene Weise jedoch bis zu uns nach Hause ausstrahlen können, wie jüngst die Thematik der Flüchtlingskrise gezeigt hat. Die ethnisch diversen Einwohner Malis sind von dem Wasser der wenigen Brunnen abhängig. Unter ihnen, auch einige Nomadenstämme. Sie durchqueren traditionell die Region Ansongo und nutzen die Oasen. Als diese versiegten, begannen sie sich an den Brunnen der ansässigen Bevölkerung zu bedienen. Dies führte umgehend zu blutigen Fehden. Malis traurige Historie zeugt von vielen dieser Konflikte. Der Kampf um immer knapper werdende Ressourcen hat begonnen. Ein dramatischer Wettlauf, an dem wir als europäischer Klimasünder …