Alle Artikel mit dem Schlagwort: terrorismus

CarlottaSilvestrini: Barbed Wire, Rust, Rusty, Wire, Bound, Twisted, Sadness
barbed-wire-1269430_1920 (cc0 by pixabay, CarlottaSilvestrini)

Terrorismus – Fünf ungreifbare Ebenen?

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Terrorismus ist eine komplexe internationale Herausforderung – und muss auf vielen Ebenen analysiert und adressiert werden. Definition(en), Psychologie, Recht, Geschichte und Politik sind dabei fünf Themen, die sich die GJ bei einem Wochenendseminar in Köln im September näher angeschaut hat: Ein Bericht. Etwa ein Dutzend GJ-Mitglieder nahmen an dem Seminar des Fachforums Europa und Globales in Köln teil. Sie beschäftigten sich dabei mit fünf zentralen Fragen: Was ist Terrorismus? Wie entsteht er und welche Gründe gibt es für seine Existenz? Wie ist er rechtlich einzuordnen? Wie ist er geschichtlich einzuordnen? Und wie wird, kann und sollte politisch mit ihm umgegangen werden? Im Folgenden werden diese fünf Ebenen, die beim Seminar diskutiert wurden, reflektiert. Was ist eigentlich „Terrorismus“? Es gibt nicht „die eine“ Definition von Terrorismus. Dennoch gibt es gesammelte Merkmale. Walter Laqueur hebt in seinem 2003 erschienenen Buch „Krieg dem Westen. Terrorismus im 21. Jahrhundert“ hervor, dass es eine „Vielzahl von Terrorismen“ gibt, weshalb eine einheitliche Definition nicht möglich ist. Die Bundeszentrale für politische Bildung erwähnt in ihrem 2007 erschienenen Artikel zur Definition von Terrorismus den …

Peace For Paris : Jean Jullien - von H. Michael Karshis - CC BY 2.0

Solidarität für 9,90 €

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Am 13. November 2015 um 21:17 Uhr erreichte der Terror der dschihadistischen Miliz ,,Islamischer Staat‘‘ (IS) endgültig Paris und damit ganz Europa. Die Anschlagsserie ereignete sich bei einem Fußballspiel im Stade de France, während eines Rockkonzerts im Theater Bataclan sowie vor mehreren Restaurants, Bars und Cafés. Nach Angaben der französischen Regierung wurden dabei 130 Menschen getötet, weitere 352 verletzt. Die Terrorist*innen wählten gezielt westliche Symbole der Freiheit, Selbstbestimmung und Lebensfreude als Ziel ihrer Attacken aus und griffen wahllos all die an, die bis dahin diesen Abend in Paris frei, selbstbestimmt und lebensfroh genossen. Entsprechend groß war die Fassungslosigkeit und Trauer, mit der die ganze Welt reagierte. Von Solidaritätsbekundungen in sozialen Netzwerken, über Schweigeminuten bei öffentlichen Ereignissen bis hin zu Monumenten, die in den Farben des Tricolore angestrahlt wurden – für einige Zeit waren wir alle Pariser*innen. Solidarität und Mitgefühl kann man auf unendlich viele Art und Weisen zeigen. Es schweißt Menschen zusammen, gibt Kraft und Hoffnung. Doch was ist, wenn aus Solidarität ein Modetrend wird? Wenn Beileidsbekundungen das Unternehmensimage aufpolieren sollen? Was ist, wenn man …