Alle Artikel mit dem Schlagwort: wirtschaft

Arbeit im Autopilot

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Ich mag technologischen Fortschritt. Er macht uns das Leben so viel einfacher, angenehmer, bequemer, unterhaltsamer, einfach besser. Er erlöst uns von körperlich schwerer Arbeit. „Das zerstört Arbeitsplätze“ sagen sie. Recht haben sie. Und das ist großartig. Technologischer Fortschritt ist nicht aufzuhalten, unabhängig von Wirtschaftssystem und Regierungsform, der Mensch strebt danach mehr zu wissen, mehr zu können, besser zu sein. Auch besser zu automatisieren. Selbstfahrende Autos sind keine Zukunftsvision, sie sind real. Sie fahren seit Jahren auf den Straßen Kaliforniens, die Küste hoch und runter, immer und immer wieder. „Aber das ist doch gefährlich!“ Nun, wie gefährlich sind Menschen am Steuer? Menschen sind furchtbar schlecht darin, Routinetätigkeiten auszuüben. Sie werden gelangweilt, müde, versinken in Gedanken, kramen im Handschuhfach, schreiben Kurznachrichten, kurz: Sie töten am Steuer. Es ist nicht so schwer, autonom fahrende Autos zu bauen die weniger Fehler machen als Menschen. Sie werden Fehler machen, natürlich. Fehlerfreie Technik gibt es nicht. Was zu einem guten Teil auch daran liegt, dass sie von Menschen gemacht wird. Und die werden gelangweilt, müde, versinken in Gedanken, … Ihr kennt …

Seminarbericht „Money Makes the Politik go round“

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Dieser Artikel knüpft an den hier [Money makes the Politics Go Round – Teil 1] begonnenen Bericht zum Seminar „Money Makes The Politik Go Round – Oder Auch Nicht“ vom 6.-8.6. in Erfurt an. Nach der Vermittlung von Grundkenntnissen am Freitag und einem guten inhaltlichen Start am Samstagvormittag mit Stephan Lindner fuhren wir mit einem Block zu internationaler Geldpolitik fort. Block 2: Internationale Geldpolitik Geldpolitik geschieht nicht im luftleeren Raum, sondern vielmehr sind die Volkswirtschaften verschiedener Währungsräume durch Außenhandel miteinander verbunden. Folglich gibt es auch Auswirkungen der Geldpolitik eines Währungsraumes auf die Wirtschaft anderer Räume und deshalb müssen internationale Aspekte bei diesem Thema stets mitgedacht werden. Die Theorie und Praxis internationaler Geldpolitik brachte uns Ousmène J. Mandeng (Managing Director bei Pramerica Investment, ehemals beim IWF) in einem längeren Grundlagenvortrag näher. Er stellte dabei zu Beginn den Einfluss währungsfremder Geldpolitik über den Wechselkurs zum Beispiel auf das Preisniveau heraus und unterstrich die hiesige Bedeutung der internationalen Geldpolitik mit der Offenheit der deutschen oder auch zum Beispiel der niederländischen Wirtschaft. Im Folgenden ging Ousmène auf die Entwicklung …

Seminarbericht „Money Makes the Politik go round“

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Die Teilnehmenden bekamen durch vier spannende Inputs einen Überblick über Geldpolitik. Das Seminar behandelte sowohl europäische als auch internationale Geldpolitik und gab auch einen Einblick in die Positionen der GRÜNEN Bundestagsfraktion. Darüber hinaus beschäftigten wir uns mit alternativen Konzepten der Geldpolitik und streben eine Positionierung der GRÜNEN JUGEND in der kommenden Zeit an.

Im folgenden möchten wir euch einen detaillierteren Überblick über die jeweiligen Teile des Seminars geben.

Das Mantra vom Markt

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Neoliberal – da steckt das Wort “Freiheit” drin. Freiheit sollte auch eine Selbstregierung von Bürger*innen, also Demokratie, kennzeichnen. Können Neoliberalismus und Demokratie demnach zusammen funktionieren? Nein. Warum? Das lässt sich an den Inhalten des Neoliberalismus sowie der Gegenwart und Vergangenheit neoliberaler Politik schnell zeigen. Der Neoliberalismus ist keine wissenschaftliche Theorie (auch wenn dessen Ideen die Wirtschaftswissenschaften und internationale Institutionen dieser Welt fest im Griff haben), sondern ein politisches Projekt. Seine Träger*innen sträuben sich vor dieser Bezeichnung und geben auch sonst vieles vor zu wollen und zu tun, was nicht den Kern dieses Projektes trifft. Neoliberalismus habe demnach den “schlanken Staat” zum Ziel, der sich möglichst nicht in das freie Spiel der Marktkräfte einmischt und sie somit besonders effizient zur wohlstandssteigernden Blüte treibt. Diese staatliche Zurückhaltung, z.B. durch Privatisierung von Bildung, Energieversorgung oder Verkehr, erlaube den Individuen frei zu entscheiden, streng kalkulierend nach Kosten-Nutzen, wie sie ihr Leben und ihre wirtschaftlichen Beziehungen gestalten. Höchstens ihr persönliches Eigentum wird für sie vom Staat geschützt, ansonsten haben sie nichts zu befürchten und alle werden gleich behandelt. Doch die …