SPUNK
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Was macht eigentlich…

Erik

Erik Marquardt – photo by Jan Schnorrenberg

Geburtsdatum: 20.10.1987

Kreisverband Grüne Friedrichshain/ Kreuzberg
in der GJ seit 2009
Ämter: Sprecher, davor 1 Jahr Politischer Geschäftsführer
Hobbys: Politik, Sport (laufen, saunieren), auskatern und studieren

 

SPUNK: Hallo, Erik! Was hat dich eigentlich politisiert?

Erik: Ich war schon lange politisch interessiert. Den Großteil meiner Zeit verbringe ich aber seit den Vorbereitungen des Bildungsstreiks 2009 damit. Mich hat die marktwirtschaftliche Durchdringung unserer Bildungspolitik und die mangelnde Flexibilität der Bildungsinstitutionen sehr gestört.

SPUNK: Und was hat dich motiviert, für das Amt zu kandidieren?

Erik: Ich hatte viel Lust, die Positionen der GJ in der Öffentlichkeit und bei den Altgrünen zu vertreten. Nachdem ich ein Jahr als Politischer Geschäftsführer viel organisatorische Aufgaben übernommen habe, wollte ich wieder mehr Zeit für konkrete Politik haben. Das Amt als Bundessprecher bietet zwar auch nicht unendlich viel Freizeit, aber ich freue mich schon, ziemlich nah an den aktuellen Debatten Politik machen zu dürfen.

SPUNK: Was sind deine dir wichtigsten Anliegen und Themen?

Erik: Das ist immer eine schwierige Frage.

Ich glaube im kommenden Jahr wird durch Pegida, aber auch die andauernden Anschläge in Nigeria und anderswo eine wichtige Frage sein: Was können wir gegen den Hass tun?

Wir müssen verhindern, dass intoleranten und menschenverachtenden Haltungen Verständnis entgegengebracht wird, aber auch für unser weltoffenes Gesellschaftsbild werben. Ende des Jahres steht zudem mit dem Weltklimagipfel in Paris ein wichtiger Meilenstein, bei dem nicht weniger als die Frage zu beantworten ist, ob wir unsere Welt retten wollen.

SPUNK: Was war die 1. Aufgabe, die du angegangen bist, nachdem du gewählt wurdest?

Erik: Ausschlafen. Zumindest nachdem wir direkt nach dem Bundeskongress zur Sitzung des Bundesvorstandes der Altgrünen durften. Die Organisation des Bundeskongresses und die Wahl kostet uns alle immer viel Energie.

SPUNK: Wie sieht ein typischer Tag einer*s Sprechers/Sprecherin aus?

Erik: Das Schöne ist, dass es eigentlich keinen typischen Tagesablauf gibt. Aber verallgemeinernd könnte man sagen: Eine Sitzung bei den Altgrünen, eine kleine Bahnfahrt irgendwohin, eine TK, Mails beantworten und lesen, Twitter und Facebook bespaßen und am Abend noch eine Sitzung mit einem Bier in der Nachspielzeit.

SPUNK: Wie zufrieden bist du im Moment mit der Arbeit von Bündnis90/ die Grünen?

Erik: Ich denke es gibt Anlässe zufrieden zu sein, aber auch Vieles, was sich ändern lässt. Wir begrüßen zum Beispiel die klare Abgrenzung der Bundesspitze zu AfD und Pegida. An vielen anderen Stellen fehlt ihnen aber der Mut, derart klar Stellung zu beziehen. Außerdem müssen die Altgrünen auch stärker ihre Scharnierfunktion zwischen Bewegung und Parlament wahrnehmen.

Wenn die Grünen in den nächsten 10 Jahren nicht erkannt haben, dass sie sich als mutige Partei der klaren Kante glaubwürdig etablieren sollten, drohen sie zwischen dem immer kleineren Raum zwischen CDU, SPD und Linkspartei unsichtbar zu werden.

Dann kämpft sie nicht mehr um zweistellige Ergebnisse, sondern mit der 5%-Hürde.

SPUNK: Was möchtest du geändert haben, wenn dein Jahr als Sprecher vorbei ist?

Erik: Die Grüne Jugend sollte in der Öffentlichkeit noch stärker wahrgenommen werden. Wir sollten kampagnenfähiger sein und noch präsenter in den sozialen Medien sein. Außerdem sollten wir es schaffen mehr gute Ideen auch in die Tat umzusetzen und ein bisschen dafür gekämpft haben, dass die Leute wieder mehr Raum für politisches Engagement haben und nutzen.

 

Das Interview führte Lena Grebenstein.

Lena Grebenstein studiert Soziologie und Wirtschaftswissenschaften in Jena. Sie liebt Musik, Bücher und Essen. Außerdem verläuft sie sich gern in (un)bekannten Städten. Fragen rund um eine nachhaltige und gerechte Wirtschaft findet sie besonders interessant. Im Moment freut sie sich auf den Sommer.

Kategorie: SPUNK

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Lena Grebenstein studiert Soziologie und Wirtschaftswissenschaften in Jena. Sie liebt Musik, Bücher und Essen. Außerdem verläuft sie sich gern in (un)bekannten Städten. Fragen rund um eine nachhaltige und gerechte Wirtschaft findet sie besonders interessant. Im Moment freut sie sich auf den Sommer.

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